Feuerbrand vorbeugen
Bei Kernobst überwintern Feuerbrandbakterien in sogenannten «Cankern». Jetzt sind typische Symptome wie hängen gebliebene Blätter gut sichtbar. Befallene Stellen sollten bei trockener Witterung grosszügig zurückgeschnitten und das Schnittmaterial fachgerecht entsorgt (verbrannt) werden.
Pilzkrankheiten vorbeugen
Pilzkrankheiten wie Apfel- und Birnenschorf, Mehltau oder Monilia sind derzeit nur indirekt relevant: Entscheidend ist die Reduktion von Infektionsquellen. Vorbeugend empfiehlt sich das Entfernen von Fruchtmumien und befallenen Trieben sowie die Förderung des Laubabbaus.
Schädlinge frühzeitig bekämpfen
Mit Blick auf Schädlinge rückt die Austriebsspritzung in den Fokus. Paraffinöl kann gegen Frostspanner, Blattläuse, Grosse Obstbaumschildläuse, Austernschildläuse und rote Spinne eingesetzt werden, sofern Temperatur, Witterung und Anwendungsauflagen eingehalten werden.
Beim Gemeiner Birnenblattsauger beginnt die Eiablage erst bei anhaltenden Temperaturen über 10 °C; vorbeugend können Kaolin oder Calciumcarbonat eingesetzt werden.
Kräuselkrankheit des Pfirsichs
Im Steinobst ist insbesondere die Kräuselkrankheit des Pfirsichs zu beachten. Bei Anlagen mit bekanntem Infektionsdruck sind frühe Behandlungen ab Knospenschwellen sinnvoll, da die Hauptinfektionsperiode meist zwischen Ende Februar und Anfang März liegt. Vorbeugend kann mit Kupferpräparaten behandelt werden.
Das aktuelle Bioobstbulletin informiert zudem über neu bewilligte Pflanzenschutzmittel, Anpassungen bei bestehenden Produkten sowie Ausverkaufs- und Aufbrauchfristen. Für die Mittelwahl ist die Betriebsmittelliste des FiBL verbindlich.
Quelle: Bioobstbaubulletin Nr. 01/2026
Weiterführende Informationen
Bioobstbaubulletin 01/2026 (Rubrik Pflanzenschutz)
Feuerbrand-Prognose mit RIMpro (Rubrik Prognosen)
Schorfprognose mit RIMpro (Rubrik Prognosen)
Pflanzenschutz im Obstbau (Rubrik Obstbau)
Betriebsmittelliste (FiBL Shop)
