Es war kein Spaziergang, aber nun scheint es der Verein für gentechnikfreie Lebensmittel geschafft zu haben. «Mit der Unterstützung von über 50 Allianz-Organisationen sowie der tatkräftigen Mithilfe der wachsenden Community konnten wir bis zum jetzigen Zeitpunkt über 133 000 Unterschriften sammeln», heisst es in einer Mitteilung. «Damit sind genügend Unterschriften zusammen, dass die Initiative fristgerecht am 27. Februar 2026 eingereicht werden kann», so der Verein.
Verein erhofft sich Signalwirkung
Mit den über 133 000 Unterschriften – gefordert sind für eine Initiative 100 000 – werde gemäss dem Verein ein klares Signal Richtung Bundesrat, Parlament und Industrie gesandt: «Nur wenn Kennzeichnungspflicht, Risikoprüfung und Koexistenz gewährleistet sind, wird eine Gentechnik-Gesetzgebung die Chance haben, eine Mehrheit vor dem Volk zu finden.» Dies gelte insbesondere im Hinblick auf das sich aktuell in Erarbeitung befindende – und derzeit ungenügende – Gentechnik-Spezialgesetz oder die sich abzeichnende EU-Gesetzgebung.
Erschwerte Bedingungen für die Sammlung
Dass die Unterschriften in der einjährigen Frist zusammenkamen ist laut dem Komitee nicht selbstverständlich. «Während der Sammlung änderte die Bundeskanzlei ohne jegliche Information und Vorbereitung, geschweige denn Übergangsfristen, die Spielregeln für eidgenössische Unterschriftensammlungen», heisst es in der Mitteilung. Dies habe auch den Verein für gentechnikfreie Lebensmittel direkt getroffen.
Man habe kurzfristig ca. 10 000 zusätzliche Unterschriften gesammelt werden. «Dies war mit erheblichen personellen und materiellen Mehrkosten verbunden, welche nur dank einem grossen Extraeffort aus der Basis gestemmt werden konnten», so der Verein.
Medienmitteilung des Vereins, leicht bearbeitet von akr
Weiterführende Informationen
Website des Vereins (lebensmittelschutz.ch)
Text der Lebensmittelschutz-Initiative (lebensmittelschutz.ch)
