Revision des Raumplanungsgesetzes – Nationalrat soll Chance packen

(29.09.2010) 

Bio Suisse fordert einen sorgfältigen Umgang mit dem Boden als Lebensgrundlage. Die Biobäuerinnen und ­bauern unterstützen deshalb die Landschaftsinitiative. Der aktuelle Gegenvorschlag des Ständerates geht in die richtige Richtung.

Der Ständerat hat die eher zahnlose Vorlage des Bundesrates um zwei wichtige Elemente ergänzt: Die überdimensionierten Bauzonen sollen reduziert werden. Die Mittel dafür sollen bei Neueinzonungen mit einer Mehrwertabgabe bereitgestellt werden. Wenn diese Änderungen auch im Nationalrat Bestand haben werden, dann steht der Landschaftsinitiative ein wirkungsvoller Gegenvorschlag gegenüber.

Zwischen 1980 und 1992 wurden jährlich 13 Quadratkilometer überbaut. Zwischen 2002 und 2007 hat sich dieser enorme Landverlust sogar noch verdoppelt. Jährlich verschwindet somit eine Fläche von der Grösse des Walensees unter Beton. Solche Verluste fallen praktisch vollumfänglich zu Lasten des Landwirtschaftslandes. Umso mehr irritiert es Bio Suisse, als sich einzelne Landwirtschaftspolitiker explizit gegen wirksame Bestimmungen zum Schutz des Bodens ausgesprochen haben.

Bio Suisse fordert den Nationalrat auf, die Chance zu packen und nun ebenfalls Nägel mit Köpfen zu machen. Besonders die Bäuerinnen und Bauern sowie mit ihnen die landwirtschaftsnahen Kreise haben es in der Hand und sind gleichzeitig gefordert, ihren Boden künftig besser zu schützen.

(Medienmitteilung von Bio Suisse vom 28.09.2010)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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