Vorausdenken bei der Schweine-Remontierung

Nach jahrelanger Unterversorgung wird die Nachfrage nach Bioschweinen seit letztem Herbst gedeckt. Für den Frühling wird eine leichte Unterversorgung erwartet. Die Saisonalität zeigt sich nicht nur im Biosegment, hier jedoch stärker. Eine sehr gute Produktionsplanung ist deshalb wichtig.

(22.01.2018) 

Die Marktpartner, welche Bioschweine kaufen, bekommen im Frühling und Frühsommer jeweils zu wenig Schlachtschweine geliefert; im Herbst, wenn der Absatz von Grillgut zurückgeht, ist das Angebot grösser. Doch nur wenn Produzentinnen und Produzenten schon im Frühling und Frühsommer mehr schlachtreife Schweine liefern, kann mit den Abnehmern eine ganzjährige Erhöhung der Lieferkontingente diskutiert werden.

Damit es zu keinem Preiszerfall kommt, sollten jeweils im Herbst und Winter nur die besten Moren gedeckt und ansonsten der Bestand eher reduziert werden. Im Sommer sollte mit Jungsauen remontiert werden, um das Angebot an Schlachtschweinen im Frühling zu erhöhen. Wer Remonten zukaufen will, sollte diese frühzeitig bei einem Biobetrieb bestellen (vgl. Bioschweine in der Rubrik Markt). Aktuell bieten wenige Biobetriebe Remonten zum Kauf an, viele Produzenten remontieren selber.

Derzeit können zehn Prozent des Bestandes mit nichtträchtigen konventionellen Tieren ersetzt werden, falls nicht genügend Bioremonten verfügbar sind. Zur Diskussion steht, dass künftig zugunsten der Biozucht vollständig biologisch remontiert werden soll. Vergangenes Jahr hat die Suisag zusammen mit den Produzentinnen und Produzenten einen Bio-Index für Mutterlinien von KB-Ebern erarbeitet. Bio Suisse und die Suisag bieten im Rahmen von PROVIEH am 25. Januar einen Eigenremontierungskurs für Bioproduzentinnen und Bioproduzenten an. Michèle Hürner, Bio Suisse

Weiterführende Informationen

Bioschweine (Rubrik Markt)

PROVIEH: Eigenremontierungskurs für Bio-Schweinezüchter am 25.01.2018 in Sempach LU (Rubrik Agenda)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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