Weisse Lupine als künftige Proteinlieferantin

Körnerleguminosen aus der Schweiz werden für den Biolandbau immer wichtiger, da ab 2022 nur noch heimisches Bioprotein an Wiederkäuer gefüttert werden darf. In Rümikon wird am 2. Juli die Weisse Lupine vorgestellt.

(27.06.2019) 

Lupinen und Futtersoja sind momentan besonders gefragt. Während sich die Schmalblättrige („Blaue“) Lupine allmählich in der Schweiz etabliert, besonders auch in Mischkultur mit Hafer oder Triticale, musste bisher vom Anbau der Weissen Lupine abgeraten werden, obwohl sie ein höheres Ertragspotential unter Schweizer Bedingungen hat. Grund dafür ist die Pilzkrankheit Anthraknose (Brennfleckenkrankheit), die zu sehr hohen Ertragseinbussen führen kann. Das FiBL hat deshalb 2014/2015 mit einem Projekt zur Vorstufenselektion auf Anthraknosetoleranz bei Weisser Lupine begonnen. Aus einem ähnlichen Projekt in Deutschland stammt die erste (2019 zugelassene) Sorte «Frieda», die eine verbesserte Resistenz haben soll.

Flurgang am 2. Juli 2019 in Rümikon
Am diesjährigen Flurgang werden die wichtigsten Sorten der Weissen Lupine, auch die neue Sorte Frieda, vorgestellt. Auch das Schadbild der Anthraknose ist eindrücklich zu sehen, sowie genetische Ressourcen aus aller Welt, die wir auf ihre Resistenz, Frühreife, Süsse und Standfestigkeit prüfen.
Als weiteren Programmpunkt können Interessierte sich einen Eindruck von dem mehrjährigen Waldstaudenroggen verschaffen, eine vielfältig nutzbare Kultur für eine gesunde Fruchtfolge. Details unter:
Flurgang Weisse Lupinen und Waldstaudenroggen (Rubrik Agenda)

Weitere Informationen

Anbau von Biolupinen (Rubrik Ackerbau)

 

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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