Landwirtschaft ist ein Haupttreiber des weltweiten Biodiversitätsverlusts. Immer wieder wird diskutiert, was für die Biodiversität besser ist: eine nachhaltige, agrarökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, die zwar mehr Fläche braucht, auf der aber auch Artenvielfalt möglich ist – oder eine intensive, konventionell-industrielle Landwirtschaft, die weniger Fläche benötigt und dadurch mehr ungenutzten Raum schafft, der gezielt für den Schutz der Biodiversität eingesetzt werden kann.
Auch der Biolandbau muss sich wegen der niedrigeren Erträge oft den Vorwurf des höheren Flächenverbrauchs machen lassen. Oder ist es vielleicht eher so, dass «die Erträge im Biolandbau gar nicht zu tief sind, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten, sondern die Erträge in der konventionellen Landwirtschaft vielmehr zu hoch sind, um die notwendige Nachhaltigkeit zu ermöglichen?»
