Biokartoffeltagung 2017: Kartoffeln bewässern häufig lohnenswert Kartoffelsorten für die Direktvermarktung 

Biokartoffelsorten für den Handel

Die Sortenwahl spielt im Biolandbau eine zentrale Rolle, denn Pflanzenkrankheiten werden nicht mit synthetischen Mitteln bekämpft, sondern vorbeugend. Gerade bei einer empfindlichen Pflanze wie der Kartoffel kann die Wahl der Sorte entscheidend für den Erfolg einer Kultur sein. Weil die Kartoffel zu einem grossen Teil unverarbeitet zum Konsumenten gelangt, sind nicht nur Anbautechnische Vorteile, sondern auch sensorische und optische Qualitäten entscheidend. Dies macht es schwierig, geeignete neue Sorten zu finden. Dennoch gibt es Bewegung im Sortenspektrum der Schweizer Biokartoffeln: Während noch vor wenigen Jahren Charlotte und Agria ganz klar den Anbau auf Bioflächen dominierten, findet man heute eine grössere Vielfalt auf den Äckern. Vor allem die auf die Krautfäule sehr anfällige Sorte Charlotte konnte als Leitsorte im Bioanbau abgelöst werden. Der freigewordene Platz wird von Erika und Vitabella ausgefüllt.

Seit 2012 werden jährlich 3-4 Kartoffelsorten vom FiBL auf ihre Anbau – und Absatzeignung eingehend geprüft. Als erste Sorte konnte Vitabella auf die Biosortenliste aufgenommen werden. Diese und weitere gegen die Krautfäule hochresistente Sorten erleichtern den Anbau. Es ist erfreulich, wie schnell sich Vitabella auf dem Markt dursetzen konnte; rund zehn Prozent des Pflanzgutes für Biokartoffeln sind bereits von dieser Sorte. TG

Weiterführende Informationen:
Sortenempfehlungen Biokartoffeln (im FiBL-Shop)
Sortenversuche des FiBL
Kartoffelflächen 2012 (18.8 KB)
Die Sortenwahl ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Biokartoffeln (235.7 KB) (Schweizer Bauer, 09.03.2013)
Biokartoffeln (Übersicht Rubrik Kartoffeln)

Nach oben

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.03.2018

Werbung