Die Auswertung der Ertragsdaten zeigt deutliche Standorteffekte. Beispielsweise zeigte ein Standort mit extensiver Bodenbearbeitung und Mulchauflage eine sehr gute Bestandesentwicklung, jedoch ein eher geringeres Einzelgewicht.
Sortenspezifische Unterschiede
Auch sortenspezifisch gab es klare Unterschiede. Die Sorte Amarant erreichte hohe Reifewerte, zeigte jedoch eine geringere Gesundheitsbewertung. Im Gegensatz zu den Sorten Granat und Rodynda, welche gute Gesundheit mit homogener Reife kombinierten und sich an mehreren Standorten als sehr robust erwiesen. Die Sorte Schwarzkopf zeigte konstante Nettoerträge, während Kalibos besonders durch gleichmässige Kopfgrössen auffiel.
Maximale Kopfgrösse für Bio nicht entscheidend
Die Differenz zwischen Brutto- und Nettoertrag variierte je nach Sorte und Standort deutlich, was jeweils auch einen grösseren Aufwand zum Abrüsten bedeutete. Kleinere bis mittlere Kopfgrössen lagen vollständig innerhalb der geltenden Qualitätsnormen und erwiesen sich insbesondere für Direktvermarktung oder Gemüse-Abos als vorteilhaft. Die Ergebnisse unterstreichen, dass im Bioanbau nicht maximale Kopfgrösse, sondern die passende Sorte, Standort und Vermarktungsstrategie entscheidend ist.
Ludek Mica, FiBL
Weiterführende Informationen
Sortenliste Gemüsebau
Gemüsebau (Rubrik Pflanzenbau)
