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Bio Suisse «bestürzt» über Insolvenz von Rüegg Gallipor AG

Meldung  | 

Schon länger gackerten es die Legehennen vom Stalldach: Die Rüegg Gallipor, ein zentraler Player im Biojunghennen- und Eiermarkt kämpft ums Überleben. Ende Oktober musste die Firma nun die Insolvenz vermelden. Das sorgt für Probleme bei den Produzentinnen und Produzenten.

Die Rüegg Gallipor verkaufte rund die Hälfte der Schweizer Junghennen für die Bioproduktion und war auch im Eiermarkt eine wichtige Akteurin. Foto: Screenshot Firmenvideo

«Bio Suisse, die Fachgruppe Eier sowie betroffene Bioproduzentinnen und -produzenten sind bestürzt über die Meldung der Insolvenz der Firma Rüegg Gallipor», heisst es in einer Bio Suisse Medienmitteilung.

Lösung für die lebenden Tiere
Das Unternehmen mit Sitz im thurgauischen Märstetten sei vor allem für kleine und mittelgrosse Produzentinnen und Produzenten im Osten der Schweiz ein wichtiger Partner im Bioeiermarkt gewesen. Die finanziellen Auswirkungen und Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit der Eierabnahme, seien spürbar und erforderten dringende Lösungen, so die Mitteilung.

«Aufzuchtbetriebe und Eiervermarkter arbeiten daran, den Handel weiterhin zu gewährleisten und wo möglich finanzielle Verluste zu minimieren», schreibt der Verband weiter. Es sei Bio Suisse versichert worden, dass für alle lebenden Tiere eine Lösung gefunden werden konnte.

Bio Suisse kann unterstützen
Für den Absatz der Bioeier seien vielfach kurzfristige und individuelle Lösungen notwendig. Hier könne Bio Suisse eine Vermittlungsrolle einnehmen, versichert man aus Basel. Informationen dieser Website bietenUnterstützung bei der Beschaffung von Junghennen oder beim Vermarkten von Eiern (Links vgl. unten). Für vertiefte Beratung oder Unterstützung stehen laut der Mitteilung die Mitarbeitenden der Bio Suisse Geschäftsstelle zur Verfügung.   

Was die Zahlungsunfähigkeit für die Produzentinnen und Produzenten bedeutet, verdeutlichte schon Anfang Oktober ein Interview mit einem Gallipor-Kunden in der BauernZeitung: Er habe schon seit Anfang Jahr kein Eiergeld mehr erhalten, sagt Marcel Lusti aus Zürich. Er hat von Rüegg Gallipor nicht nur Junghennen bezogen, sondern dem Unternehmen auch vierzig Prozent der Eier verkauft. Nun hofft Lusti, dass ihm ein Teil des verlustig gegangenen Eiergelds mit den bezogenen Junghennen verrechnet wird.

«Absolut systemrelevant»
Lusti ist kein Einzelfall. Laut Schätzungen im erwähnten Artikel hat Rüegg Gallipor rund die Hälfte der Schweizer Biolegehennen geliefert. «Sepp Rüegg war mit der Gallipor absolut systemrelevant», bilanziert der Zürcher Landwirt. Er hofft, dass nun die Hosberg AG oder die Ei AG einspringen werden, um die vom in Schieflage geratenen Unternehmen hinterlassene Lücke zu schliessen.

Adrian Krebs, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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