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Wenn Würmer warten: Das Parasitenrisiko beginnt vor der Weidesaison

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Wurmprobleme werden meist mit der Weidesaison in Verbindung gebracht. Doch gerade rund um die Ablammung können ruhende Parasiten aktiv werden und zu Leistungseinbussen führen. Ein angepasstes Weidemanagement ist entscheidend, um den Infektionsdruck im Frühjahr zu senken.

Die Larven von Magen-Darm-Würmern sind kürzer als 1 mm, daher nicht mit blossem Auge zu erkennen. Foto: FiBL, Steffen Werne

Die Gefahr von Krankheit und Leistungseinbussen durch Wurmparasiten wird oft mit der Weideperiode verbunden. Allerdings entwickeln sich manche Würmer nach der Aufnahme durch ein Nutztier nicht sofort weiter, sondern bleiben in einem Ruhezustand. Diese Stadien warten auf eine günstige Gelegenheit, um sich dann zu weiterzuentwickeln.

Der Nachwuchs geht vor

In der Hochlaktation kann das Muttertier seinen Nährstoffbedarf nicht vollständig decken und muss entscheiden, wohin die Nährstoffe vorrangig gelangen. Dabei steht meist nicht die eigene Gesundheit im Vordergrund, sondern die Versorgung des Nachwuchses – also die Milchleistung.

Warum Kotproben trügen können

Deshalb zeigen Kotproben bei trockengestellten Tieren oft keine auffälligen Werte. Kurz nach dem Ablammen können die Werte jedoch stark ansteigen. Normal sinkt die Anzahl der Wurmeier meist von selbst, dies kann sich aber bis deutlich in die nächste Weidesaison ziehen. Die ausgeschiedenen Eier bilden dann die Grundlage für die neue Wurmgeneration im Frühjahr auf der Weide.

Weidewechsel zur richtigen Zeit

Daher sollten Weiden, sobald die Nachttemperaturen nicht mehr regelmässig unter 4 Grad fallen, nach maximal 10 Tagen gewechselt werden; im Sommer bei höheren Temperaturen sogar schon nach 7 Tagen. Danach sollten die Weiden mindestens 7 Wochen ruhen, um einen starken Parasitenbefall zu vermeiden.

Steffen Werne, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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