Oelsaaten Spezielle Ackerkulturen 

Biozuckerrüben

Schweizer Biozucker ist gefragt. Die Nachfrage nimmt weiter zu und auch die Preise halten dem Druck des Weltmarktes stand. Dies spiegelt sich in der Anbaubereitschaft wider: 2019 konnte die Verarbeitungsmenge der Schweizer Biorüben um rund 70% gesteigert werden. Damit sind die Erntemengen 2019 zum ersten Mal gross genug, um Schweizer Biorüben separat von Import-Biorüben zu verarbeiten. Um diese separate Verarbeitung zu ermöglichen, ist eine ausreichende Gesamtmenge an Biorüben nötig. Deshalb wird weiterhin der grösste Teil der Biorüben als Verbandsware aus Süddeutschland importiert.

Insgesamt stellt der Anbau von Bio-Zuckerrüben die Pflanzer jedoch vor grosse Herausforderungen. Vor allem die Bekämpfung von Unkraut führt zu hohen Arbeitsspitzen im Sommer. Auch die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten lässt sich nicht vollständig eindämmen und zieht Ertragsverluste mit sich. Obwohl Zuckerrüben gut in die Fruchtfolge von Bioackerbau-Betrieben passen und begehrte Nebenprodukte wie Rübenschnitzel und Melasse liefern, bewegt sich die Schweizer Biorübenfläche mit 116 ha noch auf geringem Niveau. Die Schweizer Zucker AG möchte die Anbaubereitschaft für Schweizer Biozuckerrüben weiter steigern und fördert diese in Zusammenarbeit mit dem SVZ (Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer), dem FiBL (Forschungsinstitut für biologische Landwirtschaft), Coop und Bio Suisse in einem gemeinsamen Projekt seit 2017. Es wird zusätzlich vom BLW mit dem Förderprogramm Qualität und Nachhaltigkeit (QuNaV) unterstützt. Die Projektgruppe hat sich das Ziel gesetzt, eine Erntemenge von rund 12'000 t Schweizer Knospe-Zuckerrüben zu erreichen, was einer Fläche von ca. 200 ha entspricht. Als Anreiz erhalten die Knospe-Rübenproduzenten seit 2017 eine Prämie von 30.- CHF/t auf den Basispreis. Für 2020 kommt damit ein Grundpreis von CHF 154.- pro Tonne zustande (ohne Zu- und Abschläge). So soll der herausfordernde Anbau von Biozuckerrüben wieder attraktiver werden.

Interessierte Knospe-Produzenten können sich für weitere Auskünfte bei der Schweizer Zucker AG melden. Ansprechpartner Schweizer Zucker AG: Markus Meier, Tel. 052 724 74 29 und Peter Marti, Tel. 032 391 62 29.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 16.10.2020

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