Seit Jahren breitet sich das Erdmandelgras, unterstützt durch den Klimawandel, in den Schweizer Acker- und Gemüseregionen aus. Das sehr konkurrenzstarke Sauergras kann vor allem in Sommerkulturen zu grossen Ertragseinbussen führen. Die invasive Art vermehrt sich primär über Wurzelknöllchen, sogenannte «Erdmandeln». Verschleppt werden die Knöllchen durch Erdaushub und überbetrieblichen Maschineneinsatz. Die Bekämpfung gestaltet sich sehr schwierig, weshalb die Prävention der Einschleppung sowie eine frühe Erkennung und Bekämpfung entscheidend sind. Vorkommen von Erdmandelgras sind in der Schweiz und Liechtenstein melde- und bekämpfungspflichtig.
Erprobte Schwarzbrache
Die in mehrjährigen Praxisversuchen erprobte Schwarzbrache erweist sich als eine wirksame Methode, um bei grossflächiger Verbreitung von Erdmandelgras den Vorrat an Knöllchen im Boden zu reduzieren. Die wiederholte Bearbeitung des Bodens zwischen Mitte Mai und September zerstört die jungen Pflanzen, bevor sie neue Knöllchen bilden. Zudem fördert die Massnahme die Keimung der verbleibenden Knöllchen im Boden und reduziert so deren Vorrat.
Merkblatt und Video
Das Merkblatt beschreibt die Schwarzbrache ausführlich und bietet eine schrittweise Anleitung. Ergänzt werden diese Informationen durch eine Einschätzung weiterer herbizidfreier Massnahmen und Methoden zur Bekämpfung des Erdmandelgrases. Die Publikation steht im FiBL Shop zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Zur Publikation (FiBL Shop)
Das Video enthält eine Anleitung zur Umsetzung der Schwarzbrache und fasst die Erfahrungen der Praxisversuche zusammen.
Zum Video (Youtube)
In Ergänzung zum Merkblatt und Video wurde für Biobetriebe die aktuellen Regelungen des Bundes und der Knospe zusammengetragen.
Merkblatt und Video wurden von Fachleuten von FiBL, Agroscope, HAFL, Bio Suisse, der Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Bern und der Klaus Büchel Anstalt verfasst und durch Bio Suisse sowie das Amt für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein finanziert.
Weiterführende Informationen
Erdmandelgras (Rubrik Problemunkräuter)
