Voraussetzung ist jedoch die Prüfung der Standorteignung: Geeignet sind trockene bis mässig feuchte, flachgründige, skelettreiche oder sandige Böden; ungeeignet sind drainierte Moorböden, Nährstoffgewinnlagen sowie Flächen mit starkem Besatz an ausdauernden Unkräutern. Folglich werden der Umfang, die Anlagetechnik, Saatgut und Folgebewirtschaftung entsprechend der Ausgangslage gewählt.
Teilfächenansaat als Erosionsschutz
Bei lückiger Vegetation kann eine Teilflächenansaat sinnvoll sein. Besonders in Hanglagen oder auf flachgründigen Böden reduziert sie das Erosionsrisiko. Bei der Streifensaat werden 5–6 m breite Streifen (oder 25 – 35 cm bei der Streifenfrässaat) bearbeitet und nach mehrmaliger Unkrautkur mit einer kräuterreichen Mischung angesät.
Geduld bei langsam wachsenden Arten
Für eine Neuanlage der Gesamtfläche eignen sich handelsübliche Mischungen oder Mahdgutübertragung. Letztere ist trotz Aufwand ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich attraktiv und fördert eine standortgerechte Zusammensetzung. Entscheidend ist ein gut vorbereitetes, unkrautfreies Saatbett. Die Saat erfolgt oberflächlich mit anschliessendem Walzen. Danach ist Geduld nötig, da viele Arten langsam wachsen; bei starkem Unkrautdruck kann ein Reinigungsschnitt erforderlich sein.
Theres Rutz, FiBL
Weiterführende Informationen
Merkblätter und Videos zu extensiv genutzten Wiesen (agrinatur.ch)
Biodiversität im Grünland (Rubrik Biodiversität)
