Der Schweizer Detailhandel verkaufte im Februar 2026 34,4 Tonnen Weisskabis in Bioqualität. Im klassischen Detailhandel betrug der Biopreis 5.50 Franken pro Kilo. Verglichen mit dem Vorjahresmonat wurden zehn Prozent weniger Bioweisskabis verkauft, und der Biopreis war 11 Prozent höher. Bei Nichtbioware gab es ein anderes Bild: es wurde 20 Prozent mehr verkauft, wobei der Preis zurückging (−14 Prozent).
Ausländische Bioerdbeeren im Preishoch
Im Februar wurden ausländische Bioerdbeeren im klassischen Detailhandel (ohne Discounter) zu einem Preis von 14.54 Franken pro Kilo angeboten. Das ist 0,5 Prozent teurer als im Februar des Vorjahres. Es ist der höchste Februarwert, der in den letzten zehn Jahren beobachtet wurde. Auch der Preis von Nichtbioerdbeeren war dieses Jahr mit 9.13 Franken pro Kilo höher als im Vorjahresmonat (+2,1 Prozent). Es war im Vergleich zu den Februarwerten der zehn Vorjahre nicht der höchste Wert für ausländische Nichtbioerdbeeren.
Rückgang des Produzentenpreises für Biomilch
Im Februar 2026 sank der Produzentenpreis für Biomilch gegenüber dem Vorjahresmonat um 2 Prozent auf 89.55 Rappen pro Kilo. Bei der Nichtbiomilch verzeichnete der Produzentenpreis einen stärkeren Rückgang (−7,3 Prozent auf 68.24 Rappen pro Kilo).
Steigende Verkäufe von Bioemmentaler
Im Februar 2026 stieg die Verkaufsmenge von Bioemmentaler AOP im Detailhandel gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent auf 21,7 Tonnen. Auch der Absatz von nichtbiologischem Emmentaler AOP stieg um 3,8 Prozent auf 200,9 Tonnen.
Bioanteil im Fleischmarkt stagniert auf stabilem Niveau
Die gleitenden Jahresdurchschnitte (jeweils März bis Februar) zeigen, dass sich der Bioanteil im Fleischmarkt seit 2021 weitgehend stabil im Bereich von rund 4,4 Prozent bis 4,7 Prozent bewegt. Nach einem leichten Anstieg von 4,47 Prozent (2021–2022) auf 4,73 Prozent (2024–2025) ist zuletzt wieder ein Rückgang auf 4,62 Prozent (2025–2026) zu beobachten. Auch in den Teilmärkten zeigt sich überwiegend eine stabile Entwicklung: Rindfleisch verharrt auf hohem Niveau um 9,6 Prozent bis 10,6 Prozent (zuletzt 9,79 Prozent), während Schweine- (von 2,89 Prozent auf 3,34 Prozent) und Pouletfleisch (von 2,59 Prozent auf 2,90 Prozent) moderate Zuwächse aufweisen.
Steigende Detailhandelspreise für Eier: Bioeier besonders betroffen
Im Februar stiegen die Konsumentenpreise für Schweizer Roheier aller Produktionssysteme im Durchschnitt. Bei Bioeiern stieg der Preis im Vergleich zum Vormonat um 1.01 Rappen auf 0.88 Franken pro Stück. Das ist der höchste Stückpreis für Bioeier seit April letzten Jahres. Bei Freilandeiern gab es einen Anstieg von 0.43 Rappen und bei Bodenhaltungseiern betrug die Preissteigerung im Durchschnitt 0.31 Rappen. Auch der Konsumentenpreis für gekochte Bioeier stieg um 1.4 Rappen auf 1.01 Franken pro Stück.
Hinweis: Die aufgeführten Marktzahlen beziehen sich ausserhalb der Schweizer Erntesaison in der Regel auf Importprodukte.
Quelle: Biomarktzahlen BLW vom Februar 2026.
Weiterführende Informationen
Biomarktbeobachtung (BLW)
Produkte (Rubrik Markt)
