Warum im Laden nun mehr beige und braune Eier zu finden sind
Bio Suisse verzichtet seit Januar 2026 auf das Kükentöten. Stattdessen werden alle Küken, weibliche wie männliche, aufgezogen. Viele Biobetriebe haben deshalb in den letzten Jahren ihre Hühnerrassen umgestellt oder stehen kurz davor.
Diese Umstellung wirkt sich auch auf das Eierangebot aus. Eier von Zweinutzungshühnern und von knospekonformen Legehennen auf Knospe-Höfen sind nicht reinweiss, sondern beige bis braun. Die Biolandwirtschaft setzt auf Braun- und Beigeleger, weil deren Hähne mehr Fleisch ansetzen. Die veränderte Eierfarbe ist also ein sichtbares Zeichen für mehr Tierwohl und ein Argument, das Betriebe aktiv kommunizieren können. Weisse Eier wird es aber trotzdem noch in Bioqualität geben, wenn direktvermarktende Betriebe weisslegende Rassehühner halten.
Eierfärben mit natürlichen Zutaten
Viele Konsument*innen greifen aus Gewohnheit zu weissen Eiern, besonders fürs Ostereierfärben. Aber auch braune und beige Eier eignen sich bestens zum Osterfärben. Hier können Biobetriebe ihre Färbetipps weitergeben: Zwiebelschalen sorgen für warme Rot- und Brauntöne, Rotkabis färbt die Eier blau und Kurkuma bringt ein leuchtendes Gelb. Mit etwas Essig im Färbebad werden die Farben intensiver.
Der Flyer «Braune und beige Eier natürlich färben» von Bio Suisse zeigt, wie es Schritt für Schritt gelingt. Ausserdem bietet Bio Suisse viele zusätzliche Werbe- und Infomaterialien für die Kommunikation des Themas «Alle Küken leben».
Serina Krähenbühl und Corinne Obrist, FiBL
Weiterführende Informationen
Der Flyer kann kostenlos im Bio Suisse Online-Shop bestellt werden.
Zum Flyer als PDF Version (912.2 KB) (pdf, Bio Suisse)
Werbe- und Infomaterialien «Hahn wie Henne» (1.5 MB) (pdf, Bio Suisse)
Weitere Infos und Hintergründe (Website Bio Suisse)
Alle Küken leben (Rubrik Geflügel)
