Die Ertragsdaten zeigen deutliche Sortenunterschiede. Besonders hohe Kolbenzahlen pro Pflanze wurden bei Zuckerfee, Country Gentleman sowie bei Gelb-Weissmais erreicht. Diese Sorten kombinierten eine hohe Stückzahl mit einem stabilen Einzelertrag. Demgegenüber zeigten farbige Sorten wie Sweet Painted Hill oder Sweet Red geringere Erträge, jedoch eine hohe visuelle Qualität, was sie für die Direktvermarktung und Nischenmärkte interessant macht.
Qualitätsklasse variiert je nach Sorte
Die qualitative Bewertung der Kolben bestätigt diese Differenzierung. Während Country Gentleman und Stowell's Evergreen durch eine hohe Gleichmässigkeit in der ersten Qualitätsklasse überzeugten, wiesen einige Sorten einen höheren Anteil an Kolben der zweiten und dritten Klasse auf.
Sortenstabilität und Homogenität
Auch die Sortenstabilität des Habitus spielte eine zentrale Rolle. Offen abblühende Sorten wie Country Gentleman oder Golden Bantam erzielten hohe Bewertungen bei Bestandes- und Stängelhomogenität. Moderne Linien zeigten zwar ein hohes Ertragspotenzial, reagierten jedoch sensibler auf Standortunterschiede.
Die Vielfalt macht's aus
Die Ergebnisse zeigen: Im Biolandbau gibt es nicht die eine ideale Zuckermaissorte. Vielmehr entscheidet die Kombination aus Standort, Vermarktungsziel und gewünschter Ertragsstruktur über den Erfolg. Vielfalt bleibt dabei ein zentraler Schlüssel für stabile und resiliente Anbausysteme.
Ludek Mica, FiBL
Weiterführende Informationen
Mais (Rubrik Ackerbau)
Sortenliste Futterbau und übrige Ackerkulturen (Rubrik Sortensuche)
