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Anhaltende Trockenheit führt zu Raufuttermangel

Meldung  | 

In weiten Teilen der Schweiz herrscht anhaltende Trockenheit. Viele Knospe-Betriebe konnten bereits im Frühling nur geringe Futterreserven anlegen. Die ausbleibenden Niederschläge und die ausgetrockneten Wiesen verschärfen die Situation zusätzlich und führen auf zahlreichen Betrieben zu einem akuten Mangel an Raufutter.

Die anhaltende Trockenheit führt vielerorts zu ausgetrockneten Wiesen und einem akuten Mangel an Raufutter. Foto: Bio Suisse, René Schulte

Gemäss Bio Suisse Richtlinien können die Zertifizierungsstellen (bio inspecta oder Bio Test Agro) bei nachgewiesenen Futtermittel-Ertragsverlusten infolge aussergewöhnlicher Witterungsverhältnisse ausnahmsweise den Einsatz von nicht Schweizer Knospe-Raufutter bewilligen, sofern kein Schweizer Knospe-Raufutter von der betreffenden Kategorie verfügbar ist.

Damit das noch vorhandene Schweizer Knospe-Raufutter möglichst innerhalb der Knospe-Betriebe genutzt werden kann, ist es jetzt besonders wichtig, dass Knospe-Betriebe überschüssiges Raufutter auf Biomondo ausschreiben. Die auf Biomondo ausgewiesene Verfügbarkeit von Schweizer Knospe-Raufutter bildet eine wichtige Grundlage für die Beurteilung von Gesuchen um Ausnahmebewilligungen. Nur wenn kein Schweizer Knospe-Raufutter der gesuchten Kategorie verfügbar ist, soll der Einsatz von nicht Schweizer Knospe-Raufutter bewilligt werden. Wer vorhandene Futterreserven auf Biomondo ausschreibt, trägt zu einem fairen und solidarischen Umgang innerhalb der Knospe-Gemeinschaft bei und hilft mit, die knappen Futterressourcen möglichst effizient unter den Betrieben zu verteilen.

Für Gesuche stehen auf den Webseiten der Zertifizierungsstellen die entsprechenden Formulare zur Verfügung. Bezüglich der zusätzlich einzureichenden Unterlagen sind die Hinweise im Gesuchsformular zu beachten. Derzeit wird eine vereinfachte Bewilligungspraxis geprüft.

Urs Brändli, Präsident Bio Suisse, sieht noch eine andere Möglichkeit, dem zunehmenden Raufuttermangel entgegenzuwirken: «Da auch in unseren Nachbarländern grosse Trockenheit herrscht, steigt der Preis für Raufutter überall markant.» Gleichzeitig nehme der Druck auf die Biomilchpreise wegen den seit einem Jahr sehr hohen Einlieferungen zu. Jetzt den Kuhbestand etwas zu reduzieren, da die Schlachtpreise sehr gut seien, trage zur Sicherung des Biomilchpreis bei. «Es entlastet zudem die Rechnung, weil weniger Raufutter zugekauft werden muss», so Brändli.

Grundfutter, das in Schweizer Knospe-Qualität nicht verfügbar ist, darf nur durch Grundfutter derselben Kategorie ersetzt werden. Ein Ertragsausfall bei Heu darf beispielsweise nur mit Heu ersetzt werden und nicht mit getrockneter Luzerne. Entsprechend muss bei einem Ertragsausfall von Emd nicht das auf Biomondo ausgeschriebene Knospe-Ökoheu gekauft werden.

Medienmitteilung von Bio Suisse, 13. Juli 2026

Weiterführende Informationen

Medienmitteilung von Bio Suisse (bio-suisse.ch)
Biomondo (Börse für Biohöfe)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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