Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome
FiBL
Bio Suisse
Logo
Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern

Biochicorée-Treiberei mit mikrobiellen Präparaten gezielt absichern

Meldung  | 

Mikrobielle Präparate können die Qualität von Biochicorée in der Treiberei gezielt verbessern. Pilotversuche des FiBL zeigen, dass Behandlungen mit Bacillus-Arten oder Trichoderma den Anteil marktfähiger, gut geschlossener Zapfen erhöhen können – auch wenn die Erträge nicht immer am höchsten ausfallen.

FiBL-Testtreiberei mit Kapazität für 1000 Wurzeln. Foto: FiBL, Ludek Mica

Praxisnahe Pilotversuche in der Chicorée-Treiberei zeigen, dass mikrobielle Präparate vor allem zur Stabilisierung der Zapfenqualität beitragen können. Unbehandelte Kontrollen lieferten im Mittel zwar die schwersten Chicorée-Zapfen, bei der Sortierung zeigte sich jedoch, dass Varianten, welche mit Bacillus-Arten oder Trichoderma behandelt wurden, den höchsten Anteil gut geschlossener und marktfähiger Zapfen erreichten. Auch die Behandlung mit Coniothyrium minitans lag qualitativ über der unbehandelten Kontrolle, jedoch weniger deutlich.

Qualität schlägt Gewicht

Für Betriebe ist deshalb nicht allein das Netto-Gewicht entscheidend, sondern der Anteil verkaufsfähiger Ware pro Partie. Ein etwas leichterer, aber gesunder, geschlossener und gut sortierbarer Zapfen kann wirtschaftlich interessanter sein als ein schwererer Zapfen mit Qualitätsmängeln. Die Sortenwahl bleibt dabei zentral. Die Sorte "Baccara" brachte hohe Gewichte, zeigte aber stärkere Qualitätsschwankungen. "Topscore" und "Tobix" wirkten in der Treiberei stabiler.

Anwendung in der Biotreiberei

In der Biotreiberei darf dem Umlaufwasser nichts zugesetzt werden, weshalb die Mikroorganismen vor dem Einstellen als Spritzbehandlung auf die Wurzeln appliziert wurden, mit 0,7 Gramm Präparat pro Liter Wasser und Wiederholung, entsprechend etwa 100 Wurzeln. Mikrobielle Präparate können die Chicorée-Treiberei künftig ergänzen, die klassischen agrotechnischen Massnahmen und phytosanitären Grundsätze bleiben jedoch entscheidend. Weitere Versuche sollen den optimalen Einsatz und gegebenenfalls die Zulassung geeigneter Antagonisten klären.

Ludek Mica, FiBL

Weiterführende Informationen

Biochicorée: Krankheiten in der Treiberei (Meldung vom 18.06.2024)
Potenzial für Schweizer Biochicorée-Produktion (Meldung vom 24.10.2022)
Gemüsebau (Rubrik Pflanzenbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.