Die meisten Reben befinden sich aktuell im Stadium BBCH 55–57 (Gescheine vergrössern sich). Damit steigt das Risiko für Gescheinsinfektionen deutlich.
Vor Infektionsereignissen behandeln
Erste Bodeninfektionen mit falschem Mehltau wurden fanden anfangs und Mitte Mai statt. Sobald die Temperaturen steigen, wird der Druck deutlich zunehmen. Vor den nächsten Infektionsereignissen wird eine präventive Behandlung empfohlen, insbesondere in empfindlichen Lagen.
Bei Echtem Mehltau ist in frühen Lagen ist das Mehltaufenster erreicht (BBCH 57–75). Auch hier steigt das Risiko mit steigenden Temperaturen. Ab jetzt ist auf durchgehenden Schutz zu achten; je höher das Risiko, desto kürzer die Behandlungsabstände.
Auch bei den Piwi-Sorten beginnt der kritische Zeitraum. Insbesondere bei anfälligen Sorten sind Behandlungen vor der Blüte und bis BBCH 71–73 empfohlen.
Schädlinge und Pflegearbeiten
Pockenmilben treten lokal stärker auf, eine Bekämpfung ist aber meist nicht nötig. In Junganlagen kann die Förderung von Raubmilben sinnvoll sein.
Laubarbeiten wie Erlesen, Stammputzen und Einschlaufen verbessern die Wirkung des Pflanzenschutzes und reduzieren Infektionsquellen. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt zur Bekämpfung invasiver Pflanzen wie Einjährigem Berufkraut.
Nachlesen in der Biowinzerinfo
Mehr Details und weiterführende Links finden sich im aktuellen Biowinzerinfo Nr. 6 vom 18. Mai 2026. Die nächste Ausgabe erscheint am 2. Juni 2026.
Weiterführende Informationen
Biowinzerinfo (Rubrik Rebbau)
