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Sinkende Richtpreise für Biokörnermais und Futtergetreide

Meldung  | 

Die Richtpreise für Biofuttergetreide werden für die Ernte 2026 in mehreren Kulturen gesenkt. Darauf haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Bioproduzent*innen sowie der Mischfutterhersteller an der diesjährigen Richtpreisrunde geeinigt. Hintergrund sind unter anderem eine Überproduktion bei Körnermais und wirtschaftliche Herausforderungen in der Tierhaltung.

Die Richtpreise für Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen werden gesenkt, Futterweizen bleibt unverändert. Foto: René Schulte

Richtpreise und Förderbeiträge für Biofuttergetreide 2026. Quelle: Bio Suisse

Nach der sehr grossen Ernte 2025 steht insbesondere der Markt für Biokörnermais unter Druck. Bereits im Frühjahr wurde ein Rückbehalt eingeführt, nun folgt zusätzlich eine Preissenkung. Für die Ernte 2026 sinkt der ausbezahlte Preis für Körnermais auf 79 Franken pro Dezitonne (dt), schreibt Bio Suisse in einer Mitteilung. Gleichzeitig wird der Abzug für den Förderbeitrag Körnerleguminosen erhöht, um die Preissenkung bei Soja zu finanzieren.

Auch die rückläufige Nachfrage nach Schweinefleisch wirkt sich auf die Preisgestaltung aus. Da die Fütterung rund die Hälfte der Produktionskosten in der Schweinehaltung ausmacht, sollen tiefere Richtpreise die Betriebe entlasten.

Mehrere Kulturen betroffen

Konkret werden die Richtpreise für Gerste, Hafer, Triticale und Futterroggen um jeweils 2 Franken pro dt gesenkt. Futterweizen bleibt hingegen unverändert, da er weiterhin stark nachgefragt ist und häufig importiert werden muss.

Bei den Körnerleguminosen bleibt das Preisniveau insgesamt stabil. Zwar wird der Richtpreis für Soja gesenkt, um wegen der auslaufenden Ausnahmeregelung zum erlaubten Anteil an ausländischen Eiweisskomponenten den Milchviehbetrieben entgegenzukommen. Gleichzeitig steigt jedoch der Förderbeitrag deutlich, sodass der Auszahlungspreis konstant bleibt.

Auch Auswuchsgetreide günstiger

Zusätzliche Anpassungen gibt es bei Auswuchsgetreide: Hier wurden die Richtpreise für Roggen um 2 Franken und für Dinkel um 6 Franken gesenkt. Für grössere Mengen werden die Preise weiterhin individuell mit den Abnehmern vereinbart.

Einschränkungen bei Körnermais

Um den Markt zu stabilisieren, werden zudem Vermarktungseinschränkungen für Körnermais beschlossen. Ab dem 1. Juli gilt eine Importbeschränkung für Biokörnermais. Falls das Angebot die Nachfrage übersteigt, wird Umstellware nur zu konventionellen Bedingungen abgenommen. Bei den restlichen Kulturen wurden keine Einschränkungen für die Vermarktung von Umstell- und Importgetreide beschlossen. Im Gegenzug haben die Mischfutterhersteller zugesichert, inländische Ware prioritär einzusetzen.

Corinne Obrist, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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