Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome
FiBL
Bio Suisse
Logo
Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern

Wärme beschleunigt Entwicklung der Kartoffelkäfer

Meldung  | 

Die Bedingungen für den Kartoffelanbau sind dieses Jahr bislang sehr gut. Doch die warme Witterung hat auch den Kartoffelkäfern in die Karten gespielt. Wer jetzt systematisch Pflanzen prüft und rechtzeitig behandelt, kann den Befall wirkungsvoll eindämmen.

Larven des 2. Stadiums auf einem Blattstiel. Bei der Kontrolle muss man genau hinsehen. Foto: FiBL, Tobias Gelencser

Auch das heurige Jahr zeigt sich bislang positiv für den Kartoffelanbau. Biolandwirte freuen sich über perfekte Pflanzbedingungen und den geringen Krautfäuledruck durch das zuerst kühle, dann heisse Wetter. Die Wärme hat aber den Kartoffelkäfern geholfen, ihren Reifungsfrass zügig vorzunehmen und bereits viele Gelege ans Kartoffellaub zu bringen.

Larven verstecken sich gut

Nun gilt es, regelmässig die Bestände zu kontrollieren, um rechtzeitig Massnahmen zu ergreifen. Dazu sollte man an verschiedenen Stellen der Parzelle jeweils 5-10 Pflanzen begutachten. Um die kleinen Larven zu finden, muss man ganz genau hinschauen. Gerade wenn es abkühlt, verkriechen sich die kleinen Larven gerne in Blattachseln und Triebspitzen.

Frühe Behandlung sichert die Wirksamkeit

Im Biolandbau steht das sehr spezifisch wirkende, natürliche Mittel Novodor zur Verfügung. Der ideale Behandlungszeitpunkt ist sehr früh, denn Novodor wirkt am besten auf die ersten beiden Larvenstadien. Es sollte also mit einer Behandlung nicht zu lange abgewartet werden, um nicht plötzlich die Handlungsoptionen zu verlieren. Sind bereits etwas grössere Larven mitzubehandeln, wird die Dosis bei Novodor 3FC von 3l/ha auf 5l/ha erhöht. Das Mittel wird leicht abgewaschen, sollte also mindestens 2 Tage vor Niederschlag oder Bewässerung ausgebracht werden. Die beste Applikation geschieht abends, da es empfindlich auf UV-Licht ist. Das Mittel lässt sich unmittelbar vor Ausbringung auch mit Kupferpräparaten mischen.

Kartoffelkäfer‑Regulierung in der Praxis erleben

An den Bioackerbautagen am 19. und 20. Juni wird mit dem Beetle Collector auch eine mechanische Alternative zur Kartoffelkäferbekämpfung vorgestellt. Am Kartoffelposten werden zudem robuste Sorten, Streifenanbau, Untersaaten sowie die Pflanzgutvorbereitung thematisiert.

Tobias Gelencser, FiBL

Weiterführende Informationen

Bioackerbautage (bioackerbautag.ch)
Merkblatt Kartoffelkäfer (fibl.org)
Pflanzenschutz Kartoffeln (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.