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Der Biomarkt im April: Erdbeeren mit tiefem Bioanteil

Meldung  | 

Im April 2026 zeigten sich laut den Marktzahlen des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) im Schweizer Biomarkt sinkende Bioanteile bei Erdbeeren und Eiern, gleichzeitig aber höhere Verkaufszahlen bei Biomilch und Bionaturjoghurt. Beim Eisbergsalat war Bio zudem mehr als doppelt so teuer wie konventionelle Ware.

Der Bioanteil bei Erdbeeren lag im April tiefer als in den Vorjahren. Foto: FiBL, Obstbauteam

Eisbergsalat: Biopreisdifferenz höher als im Vorjahresmonat

Im Schweizer Detailhandel kostete im April ein Bioeisbergsalat 2.46 Franken. Das ist 110 Prozent mehr als ein Nicht-Bioeisbergsalat, der 1.17 Franken kostete. Im Vorjahresmonat war Bioeisberg etwas günstiger (2.31 Franken) und Nicht-Bioeisberg teurer (1.50 Fr.), weshalb dort die Preisdifferenz mit 54 Prozent deutlich tiefer war. Im Monat startete die Schweizer Eisberg-Saison, somit stieg die Angebotsmenge an inländischer Ware bis zum Monatsende stark an.

Erdbeeren im April mit tiefem Bioanteil

Im April wurden im Schweizer Detailhandel 175 Tonnen Erdbeeren in Bioqualität verkauft. Sie machten damit 5,3 Prozent der gesamten Erdbeer-Verkäufe im Detailhandel aus (Bio und Nicht-Bio 3291 Tonnen). Der Bioanteil war damit tiefer als im April des Vorjahres (2025: 6,8 Prozent) und auch tiefer als in den April-Monaten der Jahre 2022 bis 2024, wo er zwischen 8,3 und 9,3 Prozent lag. Es handelt sich bei diesen Mengen noch weitaus überwiegend um ausländische Ware.

Steigende Verkäufe von pasteurisierter Biomilch

Im April 2026 stieg die Verkaufsmenge von pasteurisierter Biomilch im Detailhandel gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent auf 2,55 Millionen Liter. Auch bei der nicht-biologischen pasteurisierten Milch stieg die Verkaufsmenge um 5,8 Prozent auf 4,03 Millionen Liter.

Anstieg der Verkaufsmenge von Bionaturjoghurt im Detailhandel

Im April 2026 stieg die Verkaufsmenge von Bionaturjoghurt im Detailhandel gegenüber April 2025 um 16,7 Prozent auf 990 Tonnen. Auch bei nicht-biologischem Naturjoghurt stieg die Verkaufsmenge um 20 Prozent auf 2.618 Tonnen.

Unterschiedliche Preisentwicklungen im Fleischmarkt

Im April 2026 entwickelten sich die Fleischpreise im Vergleich zum Vormonat je nach Produkt unterschiedlich. Preisanstiege zeigten sich beispielsweise bei Bioschweinsfilet (+5 Prozent auf 44.40 Franken pro Kilogramm) oder Biopoulet Ganz/Halb (+23 Prozent auf 22.55 Franken pro Kilogramm). Gleichzeitig gingen andere Preise leicht zurück, etwa bei Bioschweinsbraten (−6 Prozent auf 26.80 Franken pro Kilogramm) oder Biorindgeschnetzeltem (−6 Prozent auf 39.20 Franken pro Kilogramm). Die nicht-bio Preise zeigten insgesamt geringere Schwankungen als die Bioprodukte.

Rückgang des Bioei-Anteils in der Schweizer Produktion

Im April 2026 lag der Anteil der Bioeier an der inländischen Schweizer Eierproduktion bei 18,18 Prozent, praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat. Dennoch markieren die Monate März und April die niedrigsten gemessenen Bioanteile seit 2020. Vor einem Jahr hatte der Anteil noch 18,85 Prozent betragen. Der Rückgang ist jedoch weniger auf eine sinkende Nachfrage nach Bioeiern zurückzuführen als vielmehr auf die Ausweitung der Produktion konventioneller Eier, um die derzeit hohe Nachfrage nach Eiern zu decken.

Hinweis: Die aufgeführten Marktzahlen beziehen sich ausserhalb der Schweizer Erntesaison in der Regel auf Importprodukte.

Quelle: Biomarktzahlen BLW vom April 2026. 

Weiterführende Informationen

Biomarktbeobachtung (BLW)
Produkte (Rubrik Markt)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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