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Dem Schweinespulwurm vorbeugen, Befall erkennen und behandeln

Meldung  | 

Der Spulwurm (Ascaris suum) ist bei den Schweinen der wichtigste Parasit. Im Gegensatz zu den Magen-Darm-Parasiten der kleinen Wiederkäuer ist er (noch) gut behandelbar mit handelsüblichen Entwurmungsmitteln, weshalb er auch gerne etwas in Vergessenheit gerät. In der biologischen Schweinehaltung ist jedoch die präventive Entwurmung nicht erlaubt, so dass vorbeugende Massnahmen umso wichtiger sind.

Stark verschmutzte Flächen erhöhen das Risiko für eine Übertragung des Spulwurms. Foto: FiBL, Mirjam Holinger

Dazu gehört in erster Linie die Hygiene, also eine regelmässige Entmistung und Waschen zwischen den Durchgängen. Bei guten Bedingungen dauert es mindestens zwei Wochen, bis sich in dem ausgeschiedenen Ei eine infektiöse Larve entwickelt.

Erkennungszeichen an der Leber
Die Übertragung erfolgt über Wühlen im Kot, kontaminierte Futterreste, Einstreu oder im Saugferkelalter am Gesäuge. Ist die Larve erst einmal aufgenommen, wandert sie durch Darmwand, Leber- und Lungengewebe und setzt sich schliesslich im Dünndarm fest. Auf dieser Wanderung hinterlässt sie die typischen weissen Flecken («milk spots») in der Leber, die im Schlachthof zum Verwerfen der Leber führen.

Ursache für Unruhen in der Gruppe
Ein Befall mit Spulwürmern kann einerseits die Futterverwertung verschlechtern, andererseits kann der Befall zu Unruhe oder sogar Schwanzbeissen führen. Ob der Bestand mit Spulwürmern befallen ist, kann entweder über Schlachthofbefunde festgestellt werden oder über Kotanalysen. Ein neues Merkblatt sowie ein Lehrfilm von Bio Austria informieren kurz und prägnant über die Spulwurmproblematik und geben Tipps zur Vorbeugung und Behandlung auf Biobetrieben.

Mirjam Holinger, FiBL

Weiterführende Informationen

Merkblatt (Bio Austria)
Lehrvideo (Bio Austria)
Futter nicht an Spulwürmer vergeuden (Rubrik Tierhaltung)

 

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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