Der Fokus im Biokirschenanbau verlagert sich deshalb von der Ausdehnung der Produktion hin zur Qualitätsoptimierung. Für Zwischen- und Detailhandel stehen Eigenschaften wie Fruchtfleischfestigkeit, Fruchtgrösse und Haltbarkeit im Vordergrund. Mit der Prüfung von durchschnittlich 40 Kirschensorten unter Biobedingungen in der Versuchsanlage des FiBL in Frick wurde in den vergangenen 20 Jahren eine wichtige Grundlage für die Sortenwahl geschaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen jeweils unter anderem in die FiBL-Sortenliste für Biotafelkirschen ein, die der Praxis sowie allen Interessierten zur Verfügung steht.
Künftig dezentrale Sortenprüfung
Nach der Rodung der Versuchsanlage in Frick im Jahr 2025 wird die Sortenprüfung künftig dezentral auf Praxisbetrieben durchgeführt. Dieses Konzept wurde im Rahmen des Projekts DEPO (SOV, Agroscope, FiBL) erarbeitet. Es ermöglicht standardisierte Erhebungen, standortübergreifende Vergleiche und unterstützt damit auch die Sortenwahl im Schweizer Kirschenanbau.
Erfahrungsaustausch Steinobstanbau am 12. Mai
Der FiBL-Erfahrungsaustausch Steinobstanbau am 12. Mai bietet einen Überblick über die aktuelle Praxisforschung und die Marktsituation verschiedener Steinobstkulturen sowie Erfahrungsaustausch mit der Praxis. Mehr Infos: www.bioaktuell.ch > Agenda.
Fabian Baumgartner, FiBL
Weiterführende Informationen
Steinobst (Rubrik Steinobst)
Tafelkirschensorten (Rubrik Steinobst)
Erfahrungsaustausch Steinobstbau am 12. Mai (zur Agenda)
