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Bio Suisse: Umsatz wächst weiter, Schweiz bleibt Bioweltmeisterin

Meldung  | 

Der Schweizer Biomarkt ist 2025 erneut gewachsen, und zwar um knapp 3 Prozent. Die Anzahl Knospebetriebe liegt neu bei rund 7500 und und die Landwirtschaftliche Nutzfläche kratzt an der 20-Prozent-Grenze. Bio Suisse will weiter wachsen und dafür die Mehrwerte noch verstärkt kommunizieren.

Co-Geschäftsführer Rolf Bernhard präsentierte an der Jahresmedienkonferenz von Bio Suisse in Bern die Mehrwerterte des Biolandbaus. Foto: FiBL, Adrian Krebs

Am Mittwoch hat die Bio Suisse in Bern ihre Jahresmedienkonferenz abgehalten. Witze wurden zwar trotz 1. April keine gerissen, die Verantwortlichen machten aber trotzdem fröhliche Gesichter. Die Zahlen sind nämlich erneut positiv. Der Biomarkt legte 2025 um 2,8 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken zu. Der Detailhandel erwirtschaftete 85 Prozent dieser Summe. 

Coop liegt deutlich vor Migros

An der Spitze liegt unverändert Coop mit 43 Prozent Marktanteil, die Migros musste sich mit 31 Prozent begnügen. Die Differenz zwischen den beiden Marktleadern hat sich vergrössert. Während Coop den Bioumsatz um fast 4 Prozent gesteigert hat, war er bei Migros um 2 Prozent rückläufig. 

Die Zahl der Knospebetriebe lag Ende 2025 bei 7467 (195 mehr als im Jahr zuvor), wobei dies auch mit der Neueinteilung der landlosen Imker*innen zu tun haben dürfte, die im vergangenen Jahr aufgrund eines DV-Beschlusses von Lizenzehmenden zu Produzent*innen mutierten.

Die Fläche wächst nur im Tal

Der Bioanteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt neu bei 18,4 Prozent. Dies entspricht einer Gesamtfläche von 191 360 Hektaren, das ist ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Das Plus resultierte im Talgebiet, während die Fläche im Berggebiet um rund 500 Hektaren abgenommen hat. 

Mit 12,3 Prozent Anteil am Warenkorb hält die Schweiz seit 2023 den weltweit grössten Marktanteil an Bioprodukten, wie Co-Geschäftsführer Balz Strasser stolz erläuterte. Letztes Jahr lag der ausgegebene Betrag noch 10 Franken höher als 2024, nämlich bei stolzen 468 Franken.

Ziel: Auf 15 Prozent Marktanteil in knapp fünf Jahren

Mit diesem Weltmeistertitel wolle man sich aber nicht zufrieden geben, so Strasser. «Wir wollen mehr», sagte er und verwies auf die Strategie 2030, welche bis in gut vier Jahren einen Marktanteil von 15 Prozent anpeilt. Dieses Ziel werde man nur erreichen, wenn der Detailhandel weiter mitziehe und die Anzahl der Betriebe weiter zunimmt. 

Wichtig ist natürlich auch, dass die Konsument*innen weiter und noch regelmässiger Bio kaufen. Dafür will die Bio Suisse die Mehrwerte noch besser kommunizieren. Vorstandsmitglied Dora Fuhrer und Co-Geschäftsführer Rolf Berhard zeigten anhand ihrer eigenen Landwirtschaftsbetriebe konkrete Beispiele, welche Mehrwerte Bio für Natur, Landwirtschaft und Gesellschaft bringt, darunter mehr Biodiversität, gesunde Böden und sauberes Wasser.

52 Prozent sind bereit, für Mehrwerte zu bezahlen

Gemäss einer Umfrage von Demoscope seien 52 Prozent der Konsument*innen bereit, für die Mehrwerte von Bio einen höheren Preis zu bezahlen, hiess es in den Medienunterlagen an der Jahresmedienkonferenz. 

Adrian Krebs, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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