In dieser Folge werden nun die Unterschiede von Tierwohl in der Bio- bzw. der konventionellen Tierhaltung behandelt. Dabei werden die Kontrollsysteme in der Schweiz und in Deutschland verglichen, und es wird diskutiert, warum es nicht nur auf die Häufigkeit, sondern vor allem auf die Art der Kontrolle ankommt. Ein Thema ist dabei die Weiterentwicklung hin zu stärker tierbezogenen Indikatoren, die direkt am Tier ansetzen, statt sich allein auf Ressourcen- und Managementvorgaben zu verlassen.
Zum Abschluss geht es um finanzielle Anreizsysteme wie BTS (Besonders Tierfreundliche Stallhaltungssysteme) und RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) in der Schweiz, die zeigen, wie wirksam Förderprogramme sein können, sowie um die Frage, was Bio- und konventionelle Landwirtschaft voneinander lernen können. Silvia Ivemeyer plädiert für einen offenen, differenzierten Umgang mit dem Begriff Tierwohl, der sowohl Stärken als auch Entwicklungsfelder ehrlich benennt.
