Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome
FiBL
Bio Suisse
Logo
Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern

BIOFACH-Messe 2016

Meldung  | 

Sandalen, Wollpullover und wallendes Männerhaar sind rar – noch vor zehn Jahren gehörten sie laut einem Zeitzeugen zur Standardausstattung der Standbetreiber. Zogen damals an der jährlichen Messe für Biolebensmittel noch Anzugträger verwunderte Blicke auf sich, sind sie heute allgegenwärtig. Biolebensmittel sind im breiten Markt angekommen, über 2'400 Aussteller aus der ganzen Welt zeugen vom grossen Trend. Täglich können zudem zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Foren besucht werden. So hörte man heute in einem Vortrag der Veranstaltungsreihe „Forum Wissenschaft“ die neusten Studien zum Einfluss von Pestiziden auf die Gesundheit des Menschen.

Mittwoch, 10. Februar 

Auswirkungen von Pestiziden auf die Menschliche Gesundheit

Die Forschungsresultate stimmen bedenklich. Die Amerikanierin Gwen Ward von der Organic Trade Association (OTA) präsentierte die Ergebnisse der neusten Studien von 2015 und 2016, die beweisen, dass es sich lohnt, sich biologisch zu ernähren:

  • Kommt eine Frau vor der Empfängnis, während einer Schwangerschaft oder 
    gar erst nach der Geburt eines Kindes mit Pestiziden in Kontakt, kann dies Kinderleukämie verursachen. Wenn werdende Mütter mit Pestiziden in Kontakt kommen, kann dies kognitive Entwicklungsstörungen beim Kind auslösen, zudem wurde ein Zusammenhang zwischen Pestiziden und ADHS gefunden.
  • Kinder sind allgemein anfälliger auf negative Effekte von Pestiziden, da sie mehr Atmen und einen schnelleren Metabolismus haben.
  • Pestizide können die Lungenfunktionen verschlechtern und Asthma auslösen. Kontakt mit Herbiziden steigern das Risiko für Lungenkrebs, Melanome, Magen- und Darmkrebs, Organophospahte das Risiko für Lungenkrebs.
  • Pestizide haben einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität und verursachen eine Reduktion der Spermienzahl.

Der folgende Redner, Professor Mohammad Reza Ardakani von der "Iran Organic Association" wies unter anderem darauf hin, dass DDT, als es auf den Markt kam, als völlig ungefährlich galt. Inzwischen weiss man jedoch, dass die geschmacks- und geruchsneutrale Chemikalie hochgiftig und Krebserregend ist – und noch 40 – 50 Jahre später in der Umwelt nachgewiesen werden kann. Ardakani erklärt, dass heute für die Pestizide auf dem Markt ähnliche Argumente wie damals bei DDT ins Feld geführt werden – die jedoch oft ins Reich der Mythen gehörten. Er erwähnte fünf typische und kritsch zu hinterfragende Argumente:

  1. Pestizide wurden wissenschaftlich getestet, damit die Sicherheit für 
    den Gebrauch gewährleistet ist.
  2. Pestizid-Rückstände sind zu klein, um Probleme zu verursachen.
  3. Moderne Pestizide bauen sich in der Umwelt schnell ab.
  4. Die Aufsichtsbehörden haben alles unter Kontrolle.
  5. Ohne Pestizide würden wir nicht genug Lebensmittel produzieren - wir 
    würden verhungern.

Aus Nürnberg: Franziska Hämmerli, FiBL

Donnerstag 11. Februar

Schweizer Biokäse-Exporteur an der Biofach 2016

Hans Rudolf Aggeler, Präsident der schweizerischen Genossenschaft der Weich- und Halbhartkäse und Käseproduzent, exportiert seit mehreren Jahren Schweizer Biokäse. Die Messe Biofach nutzt er als Plattform um weitere Kontakte zu knüpfen, seinen Händler weitere Käsesorten schmackhaft zu machen und konkrete Geschäfte auszuhandeln. Viele Interessierte sammeln sich um seinen Stand um die renommierten Schweizer Käse zu degustieren. Das Exportgeschäft mit Schweizer Käse ist kein grosses Gewinngeschäft, Mehraufwand und Mehrertrag gleichen sich aus meint Hans Rudolf Aggeler.  Trotzdem gibt der Export einerseits mehr Unabhängigkeit vom Schweizer Markt und andererseits die Möglichkeit von erhöhten Produktionsmengen.

Wenn die Schweizer Biokäse erst einmal in Deutschland sind, werden sie von Biokäsehändler wie Michael Schulz-Stöwer vermarktet. Er hat sich vor einer Weile selbstständig gemacht und handelt bisweilen mit Biokäse von zehn Schweizer Produzenten. Die Deutschen Konsumenten seien  bereit für Biokäse in Schweizer Qualität einen höheren Preis zu bezahlen. Das ist auch die Erfahrung des Deutschen Bio-Käseverkäufer Karsten Buhr aus Bochum DE. Die hochwertigen Schweizer Biokäse werden vor allem wegen ihrem Geschmack sehr geschätzt. Der Preis bestimmt aber auch welche Käse es in den Exporthandel schaffen. Bisher sind es vor allem die Halbhart- und Weichkäse.
Der starke Franken hat in den letzten zwei Jahren zu einem Rückgang geführt. Zwischen Produzent und Händler hat man Kompromisse gefunden. Doch einige Käsesorten mussten aus dem Exporthandel genommen werden da die Preise für Deutschen Kunden zu dann doch zu hoch wurden.

Aus Nürnberg: Susanna Azevedo, Bio Suisse

Freitag, 12. Februar

Endlich erhältlich: Lebensmittelbehälter frei von Kunststoff

Die Nana Brotbox ist ein Lebensmittelbehälter ganz ohne Kunststoff. Die Brotbox ist am Freitag, 12.02.2016 an der internationalen Biofach-Messe in Nürnberg als eines der besten neuen Bioprodukte mit einem Award ausgezeichnet worden.

Die Frage nach geeignetem Verpackungsmaterial ist brandaktuell und fordert die Biobranche. Denn emigrierende Stoffe aus Kunststoffverpackungen, beispielsweise aus Frischhaltefolie, kontaminieren die schonend produzierten Biolebensmittel etwa mit Bisphenol A, das für Mensch und Umwelt schädlich ist. (Lesen Sie dazu auch den Artikel «Verpackung – Knospe soll ohne PVC auskommen» im Magazin Bioaktuell Nr. 1|2016, das eben erschienen ist.)

Bereits im Handel erhältlich sind, als Alternative zu Kunststoff-Lebensmittelbehälter, solche aus Bambus. Die Nana Brotbox ist hingegen aus Zuckerrohrmelasse, Mineralien (Kalk) und Wachs. «Die Zuckerrohrmelasse ist ein reines Abfallprodukt und kann weder verfüttert noch anderweitig verwendet werden. Zusammen mit Mineralien und Wachs stellen wir in der Nähe von Stuttgart die Brotbox selber her», erklärt Raphael Stäbler, Firmengründer und Geschäftsführer von 4e solutions GmbH, der die Brotbox unter der Marke ajaa! produziert. Er ist der Erste, der aus diesen Zutaten eine Lebensmittel-Aufbewahrungsbox herstellt. Und auf die Frage, wie er sein Sortiment ausbauen möchte, meint er: «Eine dichte Aufbewahrungsbox auch für Flüssiges und ein Trinkbecher sind in Planung». Wir dürfen uns also freuen auf kunststofffreie «Tupperware-Alternativen», die unser liebevoll zubereitetes Essen gesund und frisch halten bis zum Verzehr.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter www.ajaa.de

Aus Nürnberg: Petra Schwinghammer, Bio Suisse

Samstag, 13. Februar

Endlich erhältlich: Lebensmittelbehälter frei von Kunststoff

Die Nana Brotbox ist ein Lebensmittelbehälter ganz ohne Kunststoff. Die Brotbox ist am Freitag, 12.02.2016 an der internationalen Biofach-Messe in Nürnberg als eines der besten neuen Bioprodukte mit einem Award ausgezeichnet worden.

Die Frage nach geeignetem Verpackungsmaterial ist brandaktuell und fordert die Biobranche. Denn emigrierende Stoffe aus Kunststoffverpackungen, beispielsweise aus Frischhaltefolie, kontaminieren die schonend produzierten Biolebensmittel etwa mit Bisphenol A, das für Mensch und Umwelt schädlich ist. (Lesen Sie dazu auch den Artikel «Verpackung – Knospe soll ohne PVC auskommen» im Magazin Bioaktuell Nr. 1|2016, das eben erschienen ist.)

Bereits im Handel erhältlich sind, als Alternative zu Kunststoff-Lebensmittelbehälter, solche aus Bambus. Die Nana Brotbox ist hingegen aus Zuckerrohrmelasse, Mineralien (Kalk) und Wachs. «Die Zuckerrohrmelasse ist ein reines Abfallprodukt und kann weder verfüttert noch anderweitig verwendet werden. Zusammen mit Mineralien und Wachs stellen wir in der Nähe von Stuttgart die Brotbox selber her», erklärt Raphael Stäbler, Firmengründer und Geschäftsführer von 4e solutions GmbH, der die Brotbox unter der Marke ajaa! produziert. Er ist der Erste, der aus diesen Zutaten eine Lebensmittel-Aufbewahrungsbox herstellt. Und auf die Frage, wie er sein Sortiment ausbauen möchte, meint er: «Eine dichte Aufbewahrungsbox auch für Flüssiges und ein Trinkbecher sind in Planung». Wir dürfen uns also freuen auf kunststofffreie «Tupperware-Alternativen», die unser liebevoll zubereitetes Essen gesund und frisch halten bis zum Verzehr.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter www.ajaa.de

Aus Nürnberg: Petra Schwinghammer, Bio Suisse

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.