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Obstbaubulletin: Warme Witterung begünstigt Schädlinge

Meldung  | 

Das Bioobstbaubulletin Nr. 10/2026 informiert über die aktuelle Situation im Kern- und Steinobstbau. Besonders im Fokus stehen derzeit Apfelwickler, kleiner Fruchtwickler sowie der Umgang mit Schwefelbehandlungen bei hohen Temperaturen.

Schaden vom Apfelwickler. FiBL, Obstbauteam

Apfelwickler und kleiner Fruchtwickler

Gemäss den aktuellen SOPRA-Prognosen erreichen die Individuenzahlen von Apfelwickler und kleinem Fruchtwickler derzeit ihren Höhepunkt. Die bereits schlüpfenden Raupen finden ideale Bedingungen vor, um Früchte zu befallen. Betriebe sollten nun regelmässig Fruchtkontrollen auf Einbohrungen durchführen.

Beim Einsatz von Granuloseviren sind die Behandlungen nach acht bis zehn sonnigen Tagen zu wiederholen. Zudem sollte auf die Mischbarkeit mit anderen Produkten geachtet werden, da gewisse Kombinationen nicht empfohlen sind.

Vorsicht mit Schwefel bei hohen Temperaturen

Auch Krankheiten wie Echter Mehltau bleiben bei der aktuellen Witterung aktiv. Junge Blätter sind weiterhin besonders anfällig und müssen bis zum Triebabschluss im Juli, geschützt werden. Befallene Triebe sollten laufend entfernt werden.

Bei aktuell grosser Hitze sollte jedoch kein oder nur geringe Dosen Schwefel eingesetzt werden da Phytotoxgefahr besteht.

Birnblattsauger: Neues Mittel bewilligt

Gemäss Bio Suisse Richtlinien ist das Produkt «Prev-AM» (Orangenöl, max. Konz. in der Spritzbrühe 0.6 Prozent) neu gegen Birnblattsauger bewilligt. Erste Praxiserfahrungen und Versuche externer Institutionen zeigen eine gute Wirkung.

Die meisten Larven der zweiten Generation sind inzwischen geschlüpft. Entscheidend bleibt deshalb eine regelmässige Kontrolle der Langtriebe bis Mitte August.

Steinobst: Kontrollen bleiben entscheidend

Im Steinobst bleibt die Kirschessigfliege (KEF) weiterhin ein zentrales Thema. Beim Pflaumenwickler beginnt zudem die nächste Flugphase: Erste Eiablagen werden in den kommenden Wochen erwartet.

Kontrollen und Sanierungen auf Sharka sollten jetzt und bis Ende August durchgeführt und abgeschlossen werden. Danach fliegen die Zwetschgenblattläuse wieder in die Anlagen zurück und können das Virus weiterverbreiten.

Nachlesen im Bulletin

Mehr Details, inklusive Dosierungen, Wartefristen und weiterführender Links, finden sich im vollständigen Bioobstbaubulletin Nr. 10/2026. Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich am Montag, 23. Juli.

Weiterführende Informationen

Bioobstbaubulletin (Rubrik Pflanzenschutz)
Drosophila suzukii - Kirschessigfliege (Rubrik Pflanzenschutz)
Schädlingsprognose für den Obstbau (sopra.agroscope.ch)
Betriebsmittelliste (betriebsmittelliste.ch)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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