Neben naturnahen Elementen wie Hecken, Waldränder oder extensiven Wiesen sind Acker-BFF in regelmässigen Abständen (max. 150 m voneinander entfernt) äusserst wichtige Ersatzlebensräume. Besonders während der bevorstehenden Erntezeit, im Frühjahr sowie auch ausserhalb der Vegetationszeit sind sie für viele Nützlinge überlebenswichtige Rückzugsorte. Zudem können Nützlinge nach ungünstigen Perioden auf den Kulturflächen diese von dort aus wieder besiedeln.
Weitere Massnahmen zur Förderung der funktionellen Biodiversität:
- Pflanzenschutzmitteleinsatz, insbesondere angrenzend an Acker-BFF, minimieren.
- Bewirtschaftung von Feldrändern, Vorgewende und weitere unproduktive Ackerflächen extensivieren und gestaffelt nutzen, Mulchen vermeiden, artenreiche Mischungen einsäen.
- Ressourcenschonende Massnahmen auf der Produktionsfläche anwenden: schonende Bodenbearbeitung zur Förderung der Bodenfauna, Mehrkomponenten-Zwischenbegrünungen, Kräuter- und Leguminosen reiche Untersaaten ansäen.
- Unproblematische Begleitflora auf den Äckern tolerieren.
Praxisaustausch zur Förderung der Ackerbegleitflora
Ackerbegleitflora hat einen oft unterschätzten Wert für Nützlinge. Am 1. Juli 2026 findet in Flaach ZH ein Praxisaustausch zur Förderung von Ackerbegleitern statt. Mehr Informationen finden Sie im blauen Balken.
Theres Rutz, FiBL
Weiterführende Informationen
Praxisaustausch Ackerbegleiterförderung
Biodiversität im Ackerland (Rubrik Nachhaltigkeit)
