Pflanzenschutz: trotz geringem Druck konsequent bleiben
Mittlerweile sind die Trauben schon weit entwickelt und das Risiko für Beereninfektionen durch Echten Mehltau ist deutlich gesunken. Das Stielgerüst und junge Blätter bleiben jedoch anfällig, weshalb ein ausreichender Schutz nach wie vor sinnvoll ist, insbesondere in Anlagen mit höherem Risiko (Sorte, Lage, Vorjahresbefall).
Pflanzenschutzanwendungen bei hohen Temperaturen (über 25 Grad) sollten vermieden werden. Am besten nutzt man die Morgen- oder Abendstunden für die Applikation. Muss bei hohen Temperaturen behandelt werden, ist auf «Risikomischungen» zu verzichten. Auch Schwefel kann in solchen Fällen zu Phytotox führen, die Aufwandmenge sollten reduziert werden.
In Parzellen, die mit der Drohne gesprüht werden, ist es empfehlenswert, vor dem Traubenschluss nochmals eine Behandlung vom Boden aus zu machen.
Pflegehinweise
Mit fortschreitendem Traubenwachstums erhöht sich beim Auslauben die Gefahr von Sonnenbrand auf den Trauben. Wo sich die Trauben noch nicht an die Sonne gewöhnen konnten, ist von einem sofortigen Freistellen der Trauben abzuraten. Neu- oder Jungpflanzungen sind, wenn nötig, zu bewässern, damit das Wachstum nicht eingestellt wird. Hochstammreben gelten als anfälliger gegenüber Trockenstress. Beim Bewässern ist eine wassersparende Methode wie Tropfbewässerung einzusetzen.
Fristverlängerung zur Beantragung der Fachbewilligung Pflanzenschutz
Für die Fachbewilligung Pflanzenschutz wurde eine Fristverlängerung für den Umtausch bzw. die Beantragung bis zum 31. Juli 2026 gewährt. Weitere Informationen und das entsprechende Verfahren sind unter permis-pph.admin.ch verfügbar.
Nachlesen in der Biowinzerinfo
Mehr Details und weiterführende Links finden sich im aktuellen Biowinzerinfo Nr. 9 vom 30. Juni 2026. Die nächste Nummer erscheint am 14. Juli 2026.
Weiterführende Informationen
Biowinzerinfo (Rubrik Rebbau)
