Der Rübenrüssler profitiert stark vom trockenen und heissen Wetter. Bereits im Juni wurden erste Bohrlöcher beobachtet. Derzeit schlüpfen die letzten Larven der neuen Käfergeneration. Unklar ist, ob eine erneute Eiablage erfolgt oder die Adulten ihr Winterquartier aufsuchen.
Starker Befall 2027 wahrscheinlich
Da der Rübenrüssler dieses Jahr seine Populationsgrösse weiter ausbauen konnte, ist auch im nächsten Jahr mit einem starken Befall zu rechnen. Die durch die Larven entstandenen Bohrlöcher bilden Eintrittspforten für Pilze und Bakterien. Die Zuckerrübe ist jedoch in der Lage, Wunden zu verschliessen.
Kritische Phase vor der Ernte
Die Witterung in den nächsten Wochen wird entscheiden, ob die Felder geerntet werden können. Rübenlieferungen mit maximal 15 Prozent nassfaulen Rüben können dennoch verarbeitet werden. Eine schonende Ernte ist entscheidend, um verbleibende Erträge zu sichern.
Biozuckerrüben im Feld begutachten
Am 27. August findet im Thurgau ein Biozuckerrüben-Flurgang mit dem FiBL und der Fachstelle statt. Der Anlass führt zu den Zuckerrübenfelder von drei unterschiedlichen Bio-Betrieben und thematisiert Kulturverlauf, eingesetzte Geräte und Arbeitsaufwand. Ergänzt wird das Programm mit der aktuellen Situation von Schädlingen und Krankheiten sowie Erfahrungen vom Laserversuch zur Unkrautregulierung in Zuckerrüben.
Stephanie Biderbost, FiBL
Weiterführende Informationen
Biozuckerrüben-Flurgang (Rubrik Agenda)
Zuckerrüben (Rubrik Pflanzenbau)
