Je nach Kultur und Anlagentyp können sich neben der Stromproduktion weitere Synergien ergeben. So kann die teilweise Beschattung beispielsweise das Mikroklima beeinflussen und Kulturen vor Witterungseinflüssen wie Hagel, Wind oder zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Gleichzeitig stellen sich bei einem konkreten Projekt zahlreiche Fragen – von Auswirkungen auf Ertrag und Bewirtschaftung über Bewilligungen und Netzanschluss bis hin zu Investitionskosten und Stromvermarktung.
Individuelle Abklärung für zehn Betriebe
Mit dem «Kompetenzbooster Agri-PV» unterstützt die ZHAW gemeinsam mit dem Kanton Zürich zehn Landwirtschaftsbetriebe dabei, diese Fragen für den eigenen Betrieb zu klären. Im Rahmen einer individuellen Machbarkeitsstudie werden unter anderem Flächen und Kulturen, geeignete Anlagentypen, Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion sowie Fragen zu Netzanschluss, Bewilligungen, Wirtschaftlichkeit und Stromvermarktung untersucht.
Dank der Förderung durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich werden 90 Prozent der Kosten für die Abklärungen übernommen.
Ist Agri-PV etwas für meinen Betrieb?
Agri-PV ist nicht für jeden Betrieb und jede Fläche gleichermassen geeignet. Als Orientierungshilfe hat die ZHAW deshalb ein Factsheet und einen Praxisleitfaden zusammengestellt, das wichtige Voraussetzungen, mögliche Ausschlussgründe und weitere Punkte für eine erste Einschätzung aufzeigt. Wer genauer wissen möchte, ob Agri-PV für den eigenen Betrieb infrage kommt, kann sich für einen unverbindlichen Austausch mit den Fachpersonen des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen der ZHAW anmelden.
Weiterführende Informationen
Kompetenzbooster Agri-PV (zhaw.ch)
