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Burnout in der Land­wirt­schaft – Eine Erfahrung, viele Betroffene

Meldung  | 

Die neuste Folge des «FiBL Focus»-Podcasts widmet sich der mentalen Gesundheit in der Landwirtschaft. Das Team spricht mit den Gästen, dem Landwirt Christoph Rothhaupt und der FiBL-Mitarbeiterin Anna Schmitz, darüber, wie Anzeichen von Überforderung erkannt werden können, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, und welche Rolle die Gemeinschaft dazu beitragen kann.

Anna Schmitz und Christoph Rothhaupt im Gespräch. Foto: FiBL

Es gab eine Zeit in Christoph Rothhaupts Leben, in der er morgens nicht wusste, wie er seine Tiere versorgen soll. In der Schweiz sind rund 12 Prozent der landwirtschaftlichen Bevölkerung von einem Burnout betroffen. Das sind doppelt so viele wie im Rest der Gesellschaft. Die täglichen Herausforderungen in der Landwirtschaft sind gross: harte Arbeit, viel Leidenschaft für den Beruf und einer tiefen Verbundenheit zur Umwelt und den Tieren. Doch sie bringt oft auch enorme Herausforderungen mit sich: Unwägbarkeiten des Wetters, wirtschaftlicher Druck, nicht beeinflussbare politische Rahmenbedingungen sowie eine grosse Verantwortung für Tiere und Familie, und manchmal auch soziale Isolation. Diese Belastungen können Spuren hinterlassen – nicht nur auf dem Acker, sondern auch in der Seele der Menschen, die ihn bewirtschaften.

Oft wird über diese inneren Kämpfe zu wenig oder gar nicht gesprochen, teils aus Scham, teils aus dem Gefühl, allein zu sein. Doch es ist Zeit, hinzuschauen und zuzuhören, denn eine nachhaltige Landwirtschaft braucht auch gesunde Menschen, die sie betreiben.

Wer sich in einer akuten Krise befindet, Suizidgedanken hat oder sich akut um eine nahestehende Person sorgt, sollte umgehend den Notruf unter 144 (Schweiz, Österreich) oder 112 (Deutschland, Österreich) wählen, eine Arztpraxis aufsuchen oder eines der unten gelisteten Hilfsangebote nutzen.

Weiterführende Informationen

Podcast FiBL Focus 126 «Burnout in der Landwirtschaft – Eine Erfahrung, viele Betroffene» (YouTube)
Beitrag «Depression und Burnout in der Landwirtschaft» (SRF)

Hilfsangebote in der Schweiz
Die Dargebotene Hand, Telefon 143, rund um die Uhr erreichbar, komplett kostenlos und anonym für alle Krisen
Bäuerliches Sorgentelefon, Mo 8:15 bis 12:00 Uhr, Di 13 bis 17 Uhr, Do 18 bis 22 Uhr, +41 820 02 15 (Festnetztarif), https://baeuerliches-sorgentelefon.ch, info(at)baeuerliches-sorgentelefon.ch
Überlastung und Burnout-Prävention
Website für psychische Gesundheit

Hilfsangebot Deutschland
Notruf 112
TelefonSeelsorge 0800 1110111 oder 0800 1110222 (kostenlos, rund um die Uhr)
SVLFG Krisenhotline 0049 561 785 10101 (rund um die Uhr)
Gleichgewicht der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
Bundesarbeitsgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Familienberatungen und Sorgentelefone

Hilfsangebot Österreich
Notruf 144 oder 112
TelefonSeelsorge 142 (rund um die Uhr, kostenlos)
Bäuerliches Sorgentelefon 0810 676 810 (Mo bis Fr, 8:30 bis 12:30 Uhr)
Lebensqualität Bauernhof

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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