Die diesjährige Saison war von Trockenheit geprägt. Für einmal ist der Krankheitsbefall mit Mehltaukrankheiten niedrig ausgefallen, doch die anhaltende Trockenheit hat den Reben zu schaffen gemacht.
Unterschiedliche Reifeentwicklung
Während in Anlagen, die ausreichend mit Wasser versorgt waren, die Zuckergehalte der Trauben regelrecht in die Höhe schossen, sind insbesondere in trockengeschädigten Anlagen sehr heterogene Reifeentwicklungen zu beobachten. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben vor allem hinsichtlich der hohen Temperaturen für etwas Entspannung gesorgt. Für die bevorstehende Ernte ist im Hinblick auf Botrytis und aufplatzende Beeren besondere Vorsicht geboten.
Kirschessigfliege weiterhin unauffällig
Die Befallssituation der Kirschessigfliege ist nach wie vor ruhig, bedingt durch die trockene und heisse Witterung. Eine Befallskontrolle in erfahrungsgemäss anfälligen Anlagen sollte aber insbesondere bei noch nicht erntereifen Trauben durchgeführt werden.
Optimalen Erntezeitpunkt sorgfältig bestimmen
Dieses Jahr hat die Ernte bereits sehr früh, Mitte August, begonnen und wird auch in dieser Woche fortgesetzt. Die weiterhin milden Temperaturen treiben die Reife weiter voran. Gleichzeitig zeigen andere Qualitätsparameter wie die Aromareife und die Säure sehr unterschiedliche Entwicklungen. Es gilt deshalb in diesem Jahr einmal mehr, den optimalen Lesezeitpunkt sorgfältig zu bestimmen, um ein möglichst hohes Qualitätsniveau zu erreichen.
Linnéa Hauenstein, FiBL
Weiterführende Informationen
Biowinzerinfo (Rubrik Pflanzenbau)
Rebbau (Rubrik Pflanzenbau)
