Die extreme Trockenheit und Hitze in diesem Sommer waren und sind für die Landwirtschaft einschneidend. «Gelbe Weiden, vertrocknende Ackerkulturen, Hitzeschäden und grosser Aufwand für die Bewässerung – fast alle Betriebe ver-zeichnen Ausfälle und Mehrkosten», schreibt der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer Mitteilung.
Stiftung hat Kriterien definiert
Der SBV zählt die Hilfsmassnahmen von Bund und die Kantone auf: «Sie haben die Vorgaben zu den Direktzahlungen gelockert, Futtermittelzölle reduziert und die Mittel für die Betriebshilfedarlehen erhöht», so die Mitteilung. Für den SBV stünden aber höhere Produzentenpreise im Vordergrund, um die finanziellen Folgen abzufedern. Hier brauche es nun glaubwürdige Entscheide.
Unterdessen haben sowohl die Milch- wie auch die Kartoffelbranche Preisaufschläge beschlossen. Doch diese dürften nicht allen Betrieben zu den nötigen Schritten aus der teilweise misslichen Lage verhelfen. Deshalb sind die Mittel für Härtefälle, die Migros gesprochen hat, ebenfalls sehr wichtig. Das Geld wurde laut SBV der Bucher-Grossweiler-Stiftung überwiesen. Diese hat nun die Kriterien für die Nothilfe definiert und ein entsprechendes Formular auf der Webseite aufgeschaltet hat (s. Link unten).
Es braucht mehr als nur Trockenheit
Melden können sich Betriebe, die zusätzlich zur Trockenheit und den damit verbundenen Ausfällen oder Zusatzkosten mindestens einen weiteren Grund für die wirtschaftliche Notlage anführen können. Dazu gehören etwa kürzliche Betriebsübernahme, Krankheit, Unfall, Todesfall oder Tierseuchen.
Zudem gibt es verschiedene Ausschlusskriterien. Die Bucher Gossweiler-Stiftung verteilt neben den von der Migros überwiesenen 2 Millionen Franken weitere eingegangene Spenden von Firmen und Privatpersonen. Wie hoch diese ausgefallen sind, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen.
Adrian Krebs, FiBL
Weiterführende Informationen
Die Mitteilung des SBV (sbv-usp.ch)
Das Antragsformular, samt Bedingungen und Ausschlusskriterien (bucher-gossweiler-stiftung.ch)
