Severin Hellmüller vom FiBL ermunterte die Besuchenden zu einer Tomatendegustation. Foto: Adrian Krebs, FiBL
Seraina Vonzun und Sam Houdijk präsentierten am FiBL-Stand unter anderem einen ausgezeichneten Augenbohnenaufstrich. Foto: Adrian Krebs, FiBL
Fröhliche Ausstellerinnen: Leonie Hart, Co-Geschäftsführerin von Getreidezüchtung Peter Kunz und Praktikantin Michela Daraio (r.). Foto: Adrian Krebs, FiBL
«Seit 18 Jahren bringt 1001 Gemüse alle zwei Jahre Menschen aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handwerk, Gastronomie und Konsument*innen zusammen: Der Vielfaltsmarkt vor der historischen Kulisse von Rheinau am nördlichen Ende des Kantons Zürich lädt ein breites Publikum dazu ein, regionale Produzent*innen kennen zu lernen und ihre Produkte zu probieren.»
Buntes Publikum an rund 40 Ständen
Die Organisator*innen bringen es auf der Webseite des Anlasses gut auf den Punkt. An rund 40 Ständen tummelte sich ein durchmischtes Publikum aller Altersstufen. An den Ständen konnte man sich durch ganze Brotsortimente und Tomatengärten degustieren und das ganze mit Getränken aller Art begiessen. Daneben bot der Schaugarten von Sativa Anschauungsunterricht, wieviel Biodiversität auf engstem Raum gedeihen kann.
Im Veranstaltungslokal referierten lokale Grössen, nationale Politikvertreterinnen und internationale Ernährungsgurus. Ein Schwerpunktthema bildeten passend zum Insektenschwerpunkt die Bienen.
Auch das FiBL war am Vielfaltsmarkt präsent, unter anderem mit einer Augenbohnen-Degustation. Die noch unbekannte Hülsenfrucht überzeuge nicht nur mit ihrer Hitze-und Trockentoleranz, sondern auch mit ihrem Geschmack, so Seraina Vonzung vom FiBL.
Eine Premiere war auch die Aufnahme eines Livepodcasts durch das Team von FiBL Focus. Severin Hellmüller vom FiBL und Charlotte Aichholz von Sativa diskutierten unter der Leitung von Adrian Krebs über das Thema funktionelle Biodiversität
Plattform für bewussten Umgang mit Lebensmitteln
Der Vielfaltsmarkt ist ein gemeinsame Projekt der Biobauern Zürich Schaffhausen und der Gen Au Rheinau, wobei die Ausgabe 2026 unter der Projektleitung der Biodynamischen Ausbildung Schweiz entstanden war. Diese ist ebenfalls in der Rheinau angesiedelt.
Der Vielfaltsmarkt verstehe sich als Plattform für Landwirtschaft ohne Gentechnik, für Biodiversität und für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln – mit dem Ziel, die Vielfalt unserer Kulturpflanzen sichtbar, zugänglich und erlebbar zu machen, so heisst es auf der Webseite.
Körperlich und geistig gut verpflegt
Darüber hinaus setzt sich das Projekt laut den Organisator*innen für die Stärkung der regionalen Landwirtschaft und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein. Deshalb ist wenig erstaunlich, dass vom Saatgut bis zum leckeren Mittagessen alles erhältlich war. Körperlich und geistig voll verpflegt, konnte man sich gegen Abend zufrieden auf den Heimweg begeben.
Adrian Krebs, FiBL
Weiterführende Informationen
Webseite des Markts (1001gemuese.ch)
