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Obstbaubulletin: Kernobsternte startet früher als im Vorjahr

Meldung  | 

Die Kernobsternte 2026 dürfte etwas früher beginnen als im Vorjahr. In frühen Lagen könnten erste Sorten wie Galmac und Gravensteiner bereits Ende Juli geerntet werden. Im letzten Bioobstbaubulletin der Saison sind die Richtwerte für Erntebeginn und Haupternte der verschiedenen Sorten von Tafeläpfeln und -birnen aufgeführt.

Je nach Region, Exposition, Boden, Unterlage, Behang und Niederschlag verschiebt sich die Ernte pro 25 Höhenmeter um ungefähr ein bis zwei Tage. Foto: FiBL, Corinne Obrist

Die Pflücktermine dienen vor allem der Planung von Abschlussbehandlungen und Lagerung. Die definitiven Daten für die Ernte ermittelt jeder Betrieb anhand der Erntekriterien wie Aufhellung der Grund- und Deckfarbe, Ausbildung der Kelchgrube & der Lentizellen, Stiellöslichkeit, Geschmack und mittels Streif-Index.

Lagerkrankheiten im Blick behalten

Spätschorf, Lentizellenfäulnis, Regen- und Russfleckenkrankheit sind die wichtigsten Verursacher von Lagerkrankheiten. Bei Schorfbefall und Niederschlägen vor der Ernte wird empfohlen, die Schutzbeläge aufrechtzuerhalten. Die RIMpro-Prognosemodelle helfen bei der Einschätzung des Risikos.

Apfelwicklerbefall erheben

Bei den Schädlingen im Kernobst steht derzeit der Flug der zweiten Generation des Apfelwicklers im Fokus. Die Raupen können bis Ende August oder Anfang September aktiv sein. Für die Planung der Bekämpfungsstrategie im nächsten Jahr ist es wichtig, jetzt den Befall der Obstanlage zu erheben.

Vom Pflaumenwickler befallene Früchte entfernen

Auch der Flug der zweiten Generation des Pflaumenwicklers ist im Gange. Bei der Ernte befallene Früchte sollten gleich aus der Anlage entfernt werden, um die Ausbreitung zu unterbrechen. Die aktuelle trocken und warme Witterung ist ungünstig für die Kirschessigfliege. Bei Regenereignissen kann sich das allerdings schnell ändern.

Letztes Bioobstbaubulletin der Saison

Mit dieser Ausgabe endet die Saison des Bioobstbaubulletins 2026. Wer sich auch nach der Ernte weiter über aktuelle Entwicklungen im Bioobstbau informieren möchte, hat am 10. August Gelegenheit dazu: FiBL und Liebegg laden in Leuggern und Frick zum Erfahrungsaustausch «Agri-PV Obstbau» ein. Vorgestellt werden erste Erfahrungen aus Agri-PV-Anlagen im Kirschen- und Apfelanbau.

Weiterführende Informationen

Erfahrungsaustausch Agri-PV Obstbau (Rubrik Agenda)
Bioobstbaubulletin (Rubrik Pflanzenschutz)
Prognosemodelle (Rubrik Pflanzenschutz)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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