Grundsätzlich hat die Stoppelbearbeitung das Ziel, zusätzliche Wasserverdunstung zu vermeiden, Ausfallgetreide und Beikrautsamen zur Keimung anzuregen, die Strohrotte zu fördern, Wurzelunkräuter zu regulieren und dann den Boden möglichst schnell wieder zu begrünen. Das Alles lässt sich nicht mit einem Durchgang erledigen. In Systemen ohne Herbizide braucht es dazu mindestens zwei, manchmal sogar drei mechanische Durchgänge.
Zeitpunkt nach Bodenbedingungen wählen
Vor der Bearbeitung soll zuerst überlegt werden, wo der Fokus der Stoppelbearbeitung liegt. Je nachdem ändern sich der Einsatzzeitpunkt, die Bearbeitungstiefe und das Gerät. Der Einsatzzeitpunkt hängt in erster Linie vom Wetter ab. Momentan sind die Bedingungen nicht ideal und es kann noch zugewartet werden, bis der Boden wieder etwas Feuchte zeigt und sich mit einem Flachgrubber mit normalem Kraftaufwand bearbeiten lässt.
Zweiter Durchgang nach dem Auflaufen
Der zweite Durchgang soll erst erfolgen, wenn das Ausfallgetreide und die Beikrautkeimlinge gut sichtbar sind. Die ideale Tiefe ist beim ersten Durchgang möglichst flach. Der zweite Durchgang erfolgt in circa 10 Zentimetern Tiefe, damit das Stroh gut verrotten kann. Liegt der Fokus auf der Regulierung der Ackerkratzdistel sollte der Boden auch beim zweiten Durchgang ganzflächig unterschnitten werden, ansonsten ist das nicht notwendig.
Flurgang zur Stoppelbearbeitung
Am 5. August (Verschiebedatum 12. August) findet im Kanton Aargau ein Flurgang mit Maschinenvorführung zum Thema Stoppelbearbeitung statt.
Hansueli Dierauer, FiBL
Weiterführende Informationen
Flurgang Stoppelbearbeitung (Rubrik Agenda)
Stoppelbearbeitung gegen Wurzelunkräuter (Rubrik Ackerbau)
