Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome
FiBL
Bio Suisse
Logo
Die Plattform der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern

Stoppelbearbeitung zur Regulierung von Wurzelunkräutern nutzen

Meldung  | 

Nach der Ernte steht die Stoppelbearbeitung an, doch die derzeit trockenen Bedingungen sind vielerorts nicht ideal. Wer Wurzelunkräuter wirksam regulieren und gleichzeitig Ausfallgetreide zum Keimen bringen will, sollte den Zeitpunkt und die Bearbeitungstiefe sorgfältig wählen.

Zur Stoppelbearbeitung eignen sich Flachgrubber (Bild) oder Schälpflüge am besten. Foto: FiBL, Hansueli Dierauer

Grundsätzlich hat die Stoppelbearbeitung das Ziel, zusätzliche Wasserverdunstung zu vermeiden, Ausfallgetreide und Beikrautsamen zur Keimung anzuregen, die Strohrotte zu fördern, Wurzelunkräuter zu regulieren und dann den Boden möglichst schnell wieder zu begrünen. Das Alles lässt sich nicht mit einem Durchgang erledigen. In Systemen ohne Herbizide braucht es dazu mindestens zwei, manchmal sogar drei mechanische Durchgänge. 

Zeitpunkt nach Bodenbedingungen wählen

Vor der Bearbeitung soll zuerst überlegt werden, wo der Fokus der Stoppelbearbeitung liegt. Je nachdem ändern sich der Einsatzzeitpunkt, die Bearbeitungstiefe und das Gerät. Der Einsatzzeitpunkt hängt in erster Linie vom Wetter ab. Momentan sind die Bedingungen nicht ideal und es kann noch zugewartet werden, bis der Boden wieder etwas Feuchte zeigt und sich mit einem Flachgrubber mit normalem Kraftaufwand bearbeiten lässt. 

Zweiter Durchgang nach dem Auflaufen

Der zweite Durchgang soll erst erfolgen, wenn das Ausfallgetreide und die Beikrautkeimlinge gut sichtbar sind. Die ideale Tiefe ist beim ersten Durchgang möglichst flach. Der zweite Durchgang erfolgt in circa 10 Zentimetern Tiefe, damit das Stroh gut verrotten kann. Liegt der Fokus auf der Regulierung der Ackerkratzdistel sollte der Boden auch beim zweiten Durchgang ganzflächig unterschnitten werden, ansonsten ist das nicht notwendig.

Flurgang zur Stoppelbearbeitung

Am 5. August (Verschiebedatum 12. August) findet im Kanton Aargau ein Flurgang mit Maschinenvorführung zum Thema Stoppelbearbeitung statt.

Hansueli Dierauer, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.