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Bioberufsprüfung nimmt Gestalt an

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Die geplante höhere Berufsbildung für den Biolandbau geht in die nächste Phase. Nach der Bedarfsabklärung und der Erarbeitung des Qualifikationsprofils ist nun die interne Vernehmlassung abgeschlossen.

Die Bioszene hat einen eigenen Lehrgang für die höhere Berufsprüfung erarbeitet. Foto: Thomas Alföldi, FiBL

Der Biolandbau soll eine eigene Berufsprüfung erhalten. Einen wichtigen Schritt auf diesem Weg hat das Projekt nun gemacht: Die Resultate der internen Vernehmlassung zum Qualifikationsprofil der neuen Bioberufsprüfung «Fachfrau/Fachmann biologische Landwirtschaft mit eidgenössischem Fachausweis» fallen positiv aus. Sowohl die Mitgliedorganisationen von Bio Suisse als auch Einzelpersonen aus dem Umfeld der biologischen Landwirtschaft bestätigen die Stimmigkeit und Praxisnähe des Berufsbilds sowie der definierten Handlungskompetenzen.

Lücke in der höheren Berufsbildung

Damit konkretisiert sich ein Vorhaben, das die Biobranche seit 2024 verfolgt. Eine Allianz von fünf Bioorganisationen (Demeter, Bioterra, Bergheimat, Bioforum, Bio Suisse) hatte die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit einer breit angelegten Bedarfsabklärung beauftragt. Rund 1600 Personen aus der Branche nahmen an der Umfrage teil. Mehr als 69 Prozent sprachen sich für eine eigenständige Berufsprüfung für Landwirtschaft, Spezialkulturen und Gärtnereien aus. Als weiteren wichtigen Bedarf nannten 66 Prozent Lehrpersonen mit spezifischen Biofachkenntnissen.

Hintergrund ist eine Lücke in der bisherigen Berufsbildung: Wer nach der landwirtschaftlichen Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis eine höhere Berufsbildung absolvieren will, kann bislang keinen eigenständigen Abschluss für den Biolandbau erwerben. Die landwirtschaftliche Berufsprüfung umfasst zwar einzelne auf Bio ausgerichtete Module, einen eigenständigen Bioabschluss gibt es auf dieser Stufe bisher nur für Demeter-Produzentinnen und -Produzenten.

Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften dürfte zudem steigen. In den kommenden 15 Jahren wird mehr als die Hälfte der heutigen Betriebsleitenden das Pensionsalter erreichen. Gleichzeitig zeigt die ZHAW-Umfrage, dass bereits heute Personal mit fundierten Kenntnissen des Biolandbaus fehlt.

Auf Basis der Umfrage und mit Unterstützung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wurde deshalb die Entwicklung einer eigenen Bioberufsprüfung angestossen. Seit Ende 2024 arbeitet eine Kerngruppe an der Konkretisierung. In Workshops mit Praktikerinnen und Praktikern wurden das Berufsprofil und die dafür nötigen Handlungskompetenzen erarbeitet. Die neue Berufsprüfung soll unterschiedliche Ausrichtungen des Biolandbaus abdecken – von spezialisierten und tierhaltungsintensiven Betrieben bis zu kleineren, stark auf Direktvermarktung ausgerichteten Höfen.

Qualifikationsprofil als praxisnah und stimmig beurteilt

Mit der nun abgeschlossenen internen Vernehmlassung liegt ein weiterer Zwischenschritt vor. Die Rückmeldungen bestätigen, dass das entwickelte Qualifikationsprofil aus Sicht der beteiligten Kreise praxisnah und stimmig ist. Ein Kurzbericht fasst die Ergebnisse der Vernehmlassung und die wichtigsten Hinweise für die weitere Entwicklung der Berufsprüfung zusammen. Die Konkretisierung der Prüfungsordnung soll bis Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.

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Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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