Biozuckerrüben sind eine anspruchsvolle Kultur in einem sich schnell wandelnden Umfeld. Das Jahr 2026 verdeutlicht dies mit schwierigen klimatischen Bedingungen und einem starken Befall durch den Rübenrüssler. «Dies stellt den Anbau von Biozuckerrüben nicht grundsätzlich in Frage, die Eignung für bestimmte Regionen oder Parzellen allerdings schon», so Raphaël Charles, Forscher am FiBL.
Nicht jede Parzelle ist für Biorüben geeignet
Besonders betroffen sind dabei oberflächliche oder sehr durchlässige Böden in trockenen Regionen ohne Bewässerungsmöglichkeiten sowie Flächen, auf denen bereits intensiv Zuckerrüben angebaut werden.
Fortschritte bei der Unkrautbekämpfung
Dennoch wurden in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt, insbesondere bei der mechanischen Unkrautbekämpfung. «Es zeichnen sich Lösungen ab, doch die erforderlichen Investitionen stellen nach wie vor eine Herausforderung dar», betont Raphaël Charles. «Im Biorübenanbau gibt es kein Patentrezept, im Gegensatz zu etablierten und bewährten Kulturen wie Getreide».
VulgBettBio macht Wissen verfügbar
Das Projekt VulgBettBio, welches vom Bundesamt für Landwirtschaft, Coop und Bio Suisse unterstützt wird, zielt darauf ab, das vorhandene Wissen zu bündeln, um es den Betrieben zur Verfügung zu stellen. All jenen, die in diese Kultur einsteigen möchten, empfiehlt Raphaël Charles: «Informieren Sie sich und tauschen Sie sich mit den Zuckerrübenbauern Ihrer Region aus – und lesen Sie die vorhandene Fachliteratur aufmerksam durch.»
Claire Berbain, FiBL
Weiterführende Informationen
Projekt VulgBettBio (fibl.org)
Zuckerrüben (Rubrik Ackerbau)
