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Trockenheit: Bio Suisse passt Bewilligungspraxis für Futterzukäufe an

Meldung  | 

Die anhaltende Trockenheit führt in vielen Regionen der Schweiz zu Ertragsausfällen beim Raufutter. Bio Suisse hat deshalb die Bewilligungspraxis für den Zukauf von nicht Schweizer Knospe-Futter vorübergehend angepasst.

EU-Bioraufutterzukäufe von bis zu 50 Prozent des Jahresgesamtbedarfs können bewilligt werden. Foto: Bio Suisse, Claudia Frick

Die Markenkommission Anbau (MKA) von Bio Suisse hat beschlossen, dass ab sofort Zukäufe von Raufutter in EU-Bioqualität in einem Umfang von bis zu 50 Prozent des Jahresgesamtbedarfs bewilligt werden. Bewilligungen für konventionelle Raufutter werden aktuell keine ausgestellt.

Vereinfachtes Bewilligungsverfahren

Für eine Bewilligung müssen Produzent*innen aktuell lediglich das ausgefüllte Formular bei ihrer Zertifizierungsstelle einreichen. Eine Bestätigung der Trockenheit sowie der Nichtverfügbarkeit von Biomondo ist in der aktuellen Situation nicht erforderlich. Bio Suisse prüfe das Angebot auf Biomondo jedoch weiterhin täglich. 

Trotz der angepassten Bewilligungspraxis erwartet Bio Suisse, dass verfügbares Schweizer Knospe-Raufutter vorrangig genutzt wird. Betriebe werden deshalb aufgefordert, das Angebot auf Biomondo regelmässig zu prüfen. Aktuell gibt es dort beispielsweise Angebote von Schweizer Knospe-Luzernepellets, die insbesondere als Ergänzung in der Milchviehfütterung interessant sein können.

Aufruf zu Solidarität unter den Betrieben

Gleichzeitig ruft Bio Suisse Betriebe mit ausreichend Futterreserven dazu auf, verfügbares Raufutter auf Biomondo auszuschreiben. Auch viehlose Betriebe könnten Kunstwiesen oder Zwischenfutter, die nicht für den Eigenbedarf benötigt werden, an viehhaltende Betriebe abgeben. 

In der aktuellen Situation seien Fairness und Solidarität von grosser Bedeutung, so Bio Suisse. Jede verfügbare Futtermenge helfe mit, die knappen Ressourcen möglichst effizient und bedarfsgerecht unter den Betrieben zu verteilen.

Versorgungslage wird laufend überprüft

Bio Suisse steht in regelmässigem Austausch mit den Zertifizierungsstellen und den Raufutterhändlern. Letztere meldeten derzeit eine ausreichende Verfügbarkeit, um die aktuelle Nachfrage nach EU-Biofutter zu decken. Die Situation werde von der MKA laufend neu beurteilt. Über allfällige weitere Anpassungen will Bio Suisse weiter regelmässig informieren.

Meldung von Bio Suisse, bearbeitet durch Corinne Obrist, FiBL

Weiterführende Informationen

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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